Die letzten Tage waren bei mir super stressig und so bleibt es auch erstmal. Ich kann mich noch gar nicht an den Gedanken gewöhnen, in knapp 3 Wochen schon in den USA zu sein und meine Familie und Freunde für ein Jahr nicht zu sehen. Wenn der ganze Abistress vorbei ist, fange ich wohl erst an, das zu realisieren!
Zumindest habe ich schon meinen internationalen Führerschein und mein Visum. Den Führerschein zu beantragen war kein Ding, ich bin bei uns zur Führerscheinstelle gefahren, die sich im Kreishaus befindet und nach 10min war alles geregelt und ich bin mit einem grauen Heftchen raus gekommen. Mitnehmen muss man Personalausweis, Führerschein, Geld (16€) und ein biometrisches Passfoto. Die Beantragung des Visums war schon etwas komplizierter, für alle, denen es noch bevor steht, hier etwas genauer (alle anderen können das überspringen :D ).
Beantragung des Visums in Berlin:
Wir sind mit dem Zug hingefahren und haben im "Hampton by Hilton" geschlafen, das liegt in einer Seitenstraße direkt am Kudamm, keine 200m von Bus, S- und U-Bahn und ist super neu und schick. Man merkt zwar, dass es ein Hotel für Geschäftsreisende ist, da es ein Bügelbrett mit Bügeleisen auf dem Zimmer gibt, eine Arbeitsecke mit PCs und 80% der Gäste Anzugträger sind, aber das macht nichts, ich kam mir sehr "business-like" vor :D Das Frühstück war übrigens mehr als lecker, es gab sogar frische Pancakes mit Ahornsirup.
Am Donnerstagmorgen sind wir dann in die X10 vom Kudamm bis zur Haltestelle Oskar-Helene-Heim gefahren, der Bus fährt alle 10min. Von da aus läuft man ein bisschen die Straße zurück bis man in der Clayallee 170 am Konsulat steht. Dort mussten wir ca. 1,5 Stunden draußen stehen, wo ein Mann bereits die Dokumente überprüft und alle Leute wegschickt, die nicht alles dabei haben. Ich habe es zum Glück geschafft :D Dann wir man in ein Glashäuschen vor dem Konsulat gelassen, meist mit mehreren zusammen und musste seine Sachen, ähnlich wie am Flughafen, durchleuchten lassen. Man darf keine Elektrogeräte dabei haben (Handy, Kamera, MP3-Player...), wozu logischerweise auch USB-Sticks gehören und Feuerzeuge natürlich auch nicht... naja, ich durfte meine Sachen danach zum Glück wieder abholen.
Nach den Kontrollen kam man dann in das Konsulat. Der Raum in dem sich alles abspielt, ist wie ein kleiner Wartesaal, gefüllt mit ganz vielen Stühlen und mehreren Schaltern. Zwei zum Anmelden, wo meine seine Unterlagen abgibt, dann wieder ewige Warterei und ca. drei weitere für das eigentliche Gespräch mit dem Konsul. Hierfür wird man aufgerufen mit Namen und Zahl des Schalters und es werden einem Fragen zu seinem Aufenthalt gestellt. Meine waren nur "Was machen sie in den USA?", "Wohin kommen sie?" und "Wie viele Kinder haben sie dort?", das ganze war auf Deutsch (obwohl man den Herren auf Englisch wohl besser verstanden hätte, da er Amerikaner war) und dauerte keine 2 min. Dann kam die Info, dass mein Visum gewährt wird und in 5 Tagen bei mir ankommt. Fertig und schwupps war ich wieder draußen! Insgesamt hat die Prozedur so um die 2,5 Stunden gedauert.
Für alle Helden, die (wie ich) immer alles vergessen: Man kann sich im Konsulat Briefmarken kaufen, gleich rechts hinter der Tür steht ein Postautomat, dann kann man ein Stockwerk höher Passbilder machen lassen. Außerdem gibt es einen Fernseher, einen Snackautomaten, einen Getränkeautomaten und einen Wasserspender. Wenn man die Warterei draußen also erst einmal überstanden hat, wird es relativ angenehm.
Das war es soweit vom Visum, es kam sogar am Samstag also nach zwei Tagen schon bei mir an, obwohl es kein Expressbrief war. Ist in Berlin glaube ich auch egal, ich hatte einen langweiligen braunen A5 Umschlag mit 1,45er Briefmarke, viele hatten aber auch einen anderen dabei. Jetzt bin ich jedenfalls gerüstet für Amerika, die Gebühr ist ebenfalls schon bezahlt, inklusive Versicherung. Nur noch die Gastgeschenke und evtl. Abschiedsgeschenke fehlen, da muss ich mich dringend drum kümmern. Langsam merkt man auch die Aufregung, schließlich sind es nur noch 20 Tage. Sogar unsere Flugdaten sind schon da! Ich freue mich aber total meine Ausreisemädels mal persönlich kennen zu lernen:)) Ein wirklicher Lichtblick, der die Ausreise sicherlich einfacher machen wird.
Man liest sich :)