... we started our adventure. Falls noch jemand an einem Fazit interessiert ist: Hier ist es!
In sechs Tagen ist der Abflug meiner Au Pair Truppe genau ein Jahr her. Es ist verrückt, sich vorzustellen, jetzt noch in den USA zu sein und noch verrückter, dass meine Mädels endlich zurück kommen. Alle posten Gefühle und Gedanken zum Abschied und besonders auch zum bevorstehenden Reisemonat, der viele hat durchhalten lassen. Ich bin gespannt auf all die Bilder der Städte und Orte, die ich (bisher) nicht besuchen konnte und freue mich unheimlich, dass die Au Pairs, die ich mit der Zeit wirklich zu meinen Freunden zählen kann, nach Hause kommen und wir uns wiedersehen können :-)
Ich weiß nicht, ob es irgendwer vermutet hätte - ich zumindest nicht! - aber ich habe meine Abreise zu keiner Zeit bereut. Jetzt, wo ich von traurigen Abschieden lese, denke ich mir nur: Das wäre dir nicht passiert, du hättest eine innerliche Privatparty gefeiert, endlich wieder ein Leben zu haben. Ich feiere jeden Morgen, dass ich in Deutschland aufwache und Dinge tun kann, die ich liebe mit Menschen, die ich liebe. Normalerweise vergisst man die schlechten Momente und denkt nur an das, was toll war. Bereut deswegen Entscheidungen, die in dem Moment nicht besser hätten sein können. Bei mir ist das komischerweise anders, wenn ich an meine Zeit in den USA denke, zieht sich mein Magen zusammen und obwohl ich an nichts spezielles denke, stellt sich sofort ein unbehagliches Gefühl ein, sogar den ein oder anderen Albtraum hatte ich. Und das nach sechs Monaten! Ich weiß nicht, ob da bei mir im Hirn etwas falsch gelaufen ist, aber es zeigt mir, dass es auch rückblickend eine grandiose Entscheidung war, da mir das Umfeld und die Menschen in den USA grade zum Ende hin nicht gut getan haben.
Abschließend kann ich also nur sagen, dass es nicht gegeben ist, es zu bereuen sein "Abenteuer" abgebrochen oder die "Chance vertan" zu haben. Wenn man das Gefühl hat, das Richtige zu tun, wird es richtig sein.
Ich hoffe die Au Pair-Organisationen prüfen die Familien besser und zukünftige Au Pairs hören in sich rein, ob sie auch mit Ignoranz zurecht kommen, denn damit muss man rechnen, das haben wir fast alle Au Pairs bestätigt.
Ganz viele Herzen und Küsse nun zum Abschied meines Blogs!
Eure Hannah
Mein Jahr in den USA
Hallo ihr Lieben! Hier möchte ich meine Erlebnisse und Erfahrungen aus den USA mit euch teilen, damit ihr wisst, was ich in der Ferne so treibe;-)
Mittwoch, 2. Juli 2014
Montag, 23. Dezember 2013
Home Sweet Home
Hallo ihr Weihnachtselfen!
Nun bin ich endlich wieder Zuhause und es ist so schön. Ich merke wirklich wie viel mir gefehlt hat und dass ich hier viel glücklicher und ausgeglichener bin als in den USA. Grade zum Ende hin hatte sich einfach alles wie purer Stress angefühlt.
Zu den letzten Tagen: Am Sonntag, den dritten Advent, habe ich früh morgens meine Kekse gebacken und liebevoll mit weißem Zuckerguss und blauer Zuckerschrift verziert. Leider habe ich vergessen ein Foto zu machen, aber alle beschenkten haben sich ganz doll darüber gefreut (oder sehr gut geschauspielert). Danach bin ich in die Kirche zum Adventsgottesdienst gegangen. Er war wunderwunderschön. Eigentlich bin ich kein Kirchengänger, aber mir hat die ganze Weihnachtsstimmung, das Besinnliche und Warme so gefehlt, dass das genau richtig war in dem Moment. Die Menschen dort waren so offen und lieb, ich habe mich einfach willkommen gefühlt. Dann bin ich zur Greenwich Ave gelaufen, wo ich von Louisa und Lisa abgeholt wurde um ein letztes Mal zum Abschlussessen in die Cheesecakefactory zu fahren. Es war wie immer super lecker! Da Louisa noch ein paar Klamotten kaufen wollte, sind wir weiter in die Mall gefahren und dort ein bisschen rumgebummelt, bis es irgendwann schon spät war. Als ich nach Hause gekommen bin, hat mich natürlich keiner gefragt wie es mir geht, wie mein Tag war oder überhaupt wo ich die letzten 12h war. Auch auf Nachfrage meinerseits kam nichts zurück. Aber was soll's es waren ja nur noch zwei Tage!
Den Montag durfte ich noch einmal schön 10h arbeiten, bis abends um halb elf. Koffer packen wird ja auch generell überbewertet. Über Mittag habe ich mich mit Sonja, Lisa und Julia auf einen Kaffee getroffen und mein Konto aufgelöst, nachdem ich Julia heimgebracht habe, fuhr ich noch zu meiner Counselorin um über meine hostfamily zu reden und hauptsächlich um mich bei ihr zu bedanken und zu verabschieden. Karen war wirklich eine der nettesten, aufrichtigsten Personen, die ich in diesem Jahr kennen gelernt habe und ich bin für ihre Unterstützung unglaublich dankbar.
Dienstag war dann endlich der Tag der Abreise! Leider allerdings mit totalem Schneechaos. Und diesmal sogar etwas begründet, die Amis haben nämlich kein Talent damit umzugehen und rechtzeitig die Straßen zu räumen. Morgens hatte meine Kleine noch ein Chorkonzert in der Schule. Sie hat es ganz toll gemacht, genau wie alle anderen 5- und 6-jährigen, es war so niedlich! Die Lehrerinnen müssen wirklich was drauf haben, den Mädels, die noch gar nicht lesen können, so viele Lieder so gut beizubringen. Zum Abschluss habe ich mich ein (vorerst) letztes Mal mit Louisa getroffen. Wir waren ganz klassisch in einem amerikanischen Diner auf der Greenwich Ave, die wir standesgemäß entlang flaniert sind, wie die Greenwich-moms es tun. Ein Sehen und Gesehen werden der "High Society". Nur dass wir eben im Diner waren statt in einem der überteuerten Restaurants :D Diese Einstellung der meisten wohlhabenden Menschen dort werde ich definitiv nicht vermissen und wie ich jetzt feststelle, habe ich die norddeutsche Bodenständigkeit noch mehr vermisst als mir bewusst war. Ich musste allerdings auch schnell wieder zurück, da meine Koffer immer noch nicht fertig gepackt waren und ich trotzdem noch eine Stunde arbeiten musste. Um halb vier kam mein Gastvater dann von der Arbeit um mich zum Flughafenshuttle zu bringen. Dieser hatte wegen dem Schnee 20min Verspätung, bis wir in New York ankamen waren es fast eineinhalb! Aber da ich ausnahmsweise mal rechtzeitig war und genug Zeit eingeplant hatte, war ich trotzdem mehr als eineinhalb Stunden vor geplantem Abflug am check-in Schalter. Das Boarding hat sich dann allerdings auch verzöger (wegen einem anderen Flugzeug) und der Abflug selbst auch nochmal um eine Stunde, weil sie Schnee vom Flugzeug fegen müssen. Das fällt ihnen ja früh ein. Irgendwann sind wir dann aber doch abgehoben und ab da ging es recht schnell. Neben mir saß eine ältere Frau aus Stamford, CT mit der ich mich ganz nett unterhalten habe, ein bisschen konnte ich schlafen und dann waren die acht Stunden auch schon um. In Frankfurt angekommen hat mein Handyakku den Geist aufgegeben und meine amerikanische Nummer hat keine SMS verschickt, also ging ich auf Steckdosen und W-Lan Suche. In Amerika eine Sache von 2min an großen öffentlichen Plätzen - hier vergebens. Ja ja Deutschland, da musst du wohl nachrüsten. Das ist so praktisch.. Immerhin im Zug gab's Strom. In Hamburg warteten meine Eltern auf dem Bahnsteig auf mich und durch Zufall sogar die Eltern meiner besten Freundin :-)) Die Deutsche Bahn war sogar nur 8 min zu spät. Gemütlich haben meine Eltern und ich noch eine Runde auf dem schönen Weihnachtsmarkt gedreht und, was muss man machen wenn man als 19-jährige aus den USA wiederkommt? Glühwein mit Schuss trinken! Hmmmm, lecker. Die Amis wissen wirklich nicht, was gut ist.
Richtig Zuhause anzukommen war dann grandios. Wir haben bei Advents-Kernzenlicht und Weihnachtsmusik Lebkuchen gegessen, es war einfach schön. Am Donnerstag bin ich in die Stadt gefahren um meine beste Freundin von der Schule abzuholen und zu überraschen. Sie dachte ich komme Freitagabend. Ich weiß, ich bin gemein, aber die Überraschung ist total gelungen! Die letzen Tage habe ich dann Koffer ausgepackt, Kekse gebacken, Familie getroffen usw. Morgen (Heute) kommen meine deutschen Mädels zum Brunchen. Liebe Grüße und Küsse an euch, ich freue mich, euch alle wiederzusehen!
Samstag war es übrigens verrückt. Bea (das Au Pair, welches direkt nach mir in meine erste Gastfamilie gekommen ist und dann abgebrochen hat) hat spontan mit ihrer Familie einen Kurztrip nach Hamburg gemacht und mich gefragt, ob ich Zeit und Lust habe mich mit ihr zu treffen. Totaler Zufall, dass ich grade zwei Tage vorher wiedergekommen war, aber klar hatte ich Lust! Unglücklicherweise konnte eine Bekannte nicht mit ihnen mit, weswegen ihre Familie zwei Karten für das Musical "König der Löwen" übrig hatte. Meine Schwester ist aus Metz wiedergekommen, somit hat alles perfekt gepasst und wir sind zusammen ins Musical gegangen. Es war einfach atemberaubend! Und natürlich toll, Bea so schnell wiederzusehen. Allgemein ist es großartig wie viele neue Leute man in dieser Zeit kennen gelernt hat, ich hoffe viele dieser Kontakte bleiben bestehen.
So, jetzt ist es wieder ein Roman geworden. Und wahrscheinlich interessiert es auch keinen mehr, da ich ja schon wieder hier bin, aber das macht ja auch nichts :D Irgendwann kommt noch ein kleines Resümee meiner Zeit in den USA, als Abschluss, aber erstmal genießen wir alle die Weihnachtstage. Ich wünsche euch eine Frohe Weihnacht und wundervolle Tage mit eurer Familie und euren Liebsten! ♥
Nun bin ich endlich wieder Zuhause und es ist so schön. Ich merke wirklich wie viel mir gefehlt hat und dass ich hier viel glücklicher und ausgeglichener bin als in den USA. Grade zum Ende hin hatte sich einfach alles wie purer Stress angefühlt.
Zu den letzten Tagen: Am Sonntag, den dritten Advent, habe ich früh morgens meine Kekse gebacken und liebevoll mit weißem Zuckerguss und blauer Zuckerschrift verziert. Leider habe ich vergessen ein Foto zu machen, aber alle beschenkten haben sich ganz doll darüber gefreut (oder sehr gut geschauspielert). Danach bin ich in die Kirche zum Adventsgottesdienst gegangen. Er war wunderwunderschön. Eigentlich bin ich kein Kirchengänger, aber mir hat die ganze Weihnachtsstimmung, das Besinnliche und Warme so gefehlt, dass das genau richtig war in dem Moment. Die Menschen dort waren so offen und lieb, ich habe mich einfach willkommen gefühlt. Dann bin ich zur Greenwich Ave gelaufen, wo ich von Louisa und Lisa abgeholt wurde um ein letztes Mal zum Abschlussessen in die Cheesecakefactory zu fahren. Es war wie immer super lecker! Da Louisa noch ein paar Klamotten kaufen wollte, sind wir weiter in die Mall gefahren und dort ein bisschen rumgebummelt, bis es irgendwann schon spät war. Als ich nach Hause gekommen bin, hat mich natürlich keiner gefragt wie es mir geht, wie mein Tag war oder überhaupt wo ich die letzten 12h war. Auch auf Nachfrage meinerseits kam nichts zurück. Aber was soll's es waren ja nur noch zwei Tage!
Den Montag durfte ich noch einmal schön 10h arbeiten, bis abends um halb elf. Koffer packen wird ja auch generell überbewertet. Über Mittag habe ich mich mit Sonja, Lisa und Julia auf einen Kaffee getroffen und mein Konto aufgelöst, nachdem ich Julia heimgebracht habe, fuhr ich noch zu meiner Counselorin um über meine hostfamily zu reden und hauptsächlich um mich bei ihr zu bedanken und zu verabschieden. Karen war wirklich eine der nettesten, aufrichtigsten Personen, die ich in diesem Jahr kennen gelernt habe und ich bin für ihre Unterstützung unglaublich dankbar.
Dienstag war dann endlich der Tag der Abreise! Leider allerdings mit totalem Schneechaos. Und diesmal sogar etwas begründet, die Amis haben nämlich kein Talent damit umzugehen und rechtzeitig die Straßen zu räumen. Morgens hatte meine Kleine noch ein Chorkonzert in der Schule. Sie hat es ganz toll gemacht, genau wie alle anderen 5- und 6-jährigen, es war so niedlich! Die Lehrerinnen müssen wirklich was drauf haben, den Mädels, die noch gar nicht lesen können, so viele Lieder so gut beizubringen. Zum Abschluss habe ich mich ein (vorerst) letztes Mal mit Louisa getroffen. Wir waren ganz klassisch in einem amerikanischen Diner auf der Greenwich Ave, die wir standesgemäß entlang flaniert sind, wie die Greenwich-moms es tun. Ein Sehen und Gesehen werden der "High Society". Nur dass wir eben im Diner waren statt in einem der überteuerten Restaurants :D Diese Einstellung der meisten wohlhabenden Menschen dort werde ich definitiv nicht vermissen und wie ich jetzt feststelle, habe ich die norddeutsche Bodenständigkeit noch mehr vermisst als mir bewusst war. Ich musste allerdings auch schnell wieder zurück, da meine Koffer immer noch nicht fertig gepackt waren und ich trotzdem noch eine Stunde arbeiten musste. Um halb vier kam mein Gastvater dann von der Arbeit um mich zum Flughafenshuttle zu bringen. Dieser hatte wegen dem Schnee 20min Verspätung, bis wir in New York ankamen waren es fast eineinhalb! Aber da ich ausnahmsweise mal rechtzeitig war und genug Zeit eingeplant hatte, war ich trotzdem mehr als eineinhalb Stunden vor geplantem Abflug am check-in Schalter. Das Boarding hat sich dann allerdings auch verzöger (wegen einem anderen Flugzeug) und der Abflug selbst auch nochmal um eine Stunde, weil sie Schnee vom Flugzeug fegen müssen. Das fällt ihnen ja früh ein. Irgendwann sind wir dann aber doch abgehoben und ab da ging es recht schnell. Neben mir saß eine ältere Frau aus Stamford, CT mit der ich mich ganz nett unterhalten habe, ein bisschen konnte ich schlafen und dann waren die acht Stunden auch schon um. In Frankfurt angekommen hat mein Handyakku den Geist aufgegeben und meine amerikanische Nummer hat keine SMS verschickt, also ging ich auf Steckdosen und W-Lan Suche. In Amerika eine Sache von 2min an großen öffentlichen Plätzen - hier vergebens. Ja ja Deutschland, da musst du wohl nachrüsten. Das ist so praktisch.. Immerhin im Zug gab's Strom. In Hamburg warteten meine Eltern auf dem Bahnsteig auf mich und durch Zufall sogar die Eltern meiner besten Freundin :-)) Die Deutsche Bahn war sogar nur 8 min zu spät. Gemütlich haben meine Eltern und ich noch eine Runde auf dem schönen Weihnachtsmarkt gedreht und, was muss man machen wenn man als 19-jährige aus den USA wiederkommt? Glühwein mit Schuss trinken! Hmmmm, lecker. Die Amis wissen wirklich nicht, was gut ist.
Richtig Zuhause anzukommen war dann grandios. Wir haben bei Advents-Kernzenlicht und Weihnachtsmusik Lebkuchen gegessen, es war einfach schön. Am Donnerstag bin ich in die Stadt gefahren um meine beste Freundin von der Schule abzuholen und zu überraschen. Sie dachte ich komme Freitagabend. Ich weiß, ich bin gemein, aber die Überraschung ist total gelungen! Die letzen Tage habe ich dann Koffer ausgepackt, Kekse gebacken, Familie getroffen usw. Morgen (Heute) kommen meine deutschen Mädels zum Brunchen. Liebe Grüße und Küsse an euch, ich freue mich, euch alle wiederzusehen!
Samstag war es übrigens verrückt. Bea (das Au Pair, welches direkt nach mir in meine erste Gastfamilie gekommen ist und dann abgebrochen hat) hat spontan mit ihrer Familie einen Kurztrip nach Hamburg gemacht und mich gefragt, ob ich Zeit und Lust habe mich mit ihr zu treffen. Totaler Zufall, dass ich grade zwei Tage vorher wiedergekommen war, aber klar hatte ich Lust! Unglücklicherweise konnte eine Bekannte nicht mit ihnen mit, weswegen ihre Familie zwei Karten für das Musical "König der Löwen" übrig hatte. Meine Schwester ist aus Metz wiedergekommen, somit hat alles perfekt gepasst und wir sind zusammen ins Musical gegangen. Es war einfach atemberaubend! Und natürlich toll, Bea so schnell wiederzusehen. Allgemein ist es großartig wie viele neue Leute man in dieser Zeit kennen gelernt hat, ich hoffe viele dieser Kontakte bleiben bestehen.
So, jetzt ist es wieder ein Roman geworden. Und wahrscheinlich interessiert es auch keinen mehr, da ich ja schon wieder hier bin, aber das macht ja auch nichts :D Irgendwann kommt noch ein kleines Resümee meiner Zeit in den USA, als Abschluss, aber erstmal genießen wir alle die Weihnachtstage. Ich wünsche euch eine Frohe Weihnacht und wundervolle Tage mit eurer Familie und euren Liebsten! ♥
"Zu Hause sein. Wie sich der Ganze Wirrwarr der Gefühle verlieret und ordnet, wenn man aus dem fremden heimkehrt in seine eigenen vier Wände. Nur Zuhause ist der Mensch ganz." - Jean Paul (1763 - 1825)
Sonntag, 15. Dezember 2013
Letzte Arbeitswoche
Hallo ihr Lieben,
Die letzte Woche ist nun also angebrochen. Montag war noch alles normal, Dienstag um 6 Uhr morgens kam dann die Meldung: Schneefrei! Ich guck aus dem Fenster und dachte die netten Herren vom Wetterdienst und der Schulleitung veräppeln mich ein bisschen. Nicht eine Flocke war zu sehen! Um halb acht hat es dann "endlich" mal angefangen zu schneien und auch den restlichen Tag über hat es beständig weiße Flöckchen gebracht, aber trotzdem waren es am Ende des Tages ca. 4 cm Schnee, welchen der Räumungsdienst erfolgreich von Straßen und Gehwegen geschoben hat. Trotzdem durfte ich sowohl Mittags als auch Abends das Auto nicht nehmen, also habe ich mich zu Fuß auf den Weg gemacht, ich will ja nicht verhungern (Und essbares ist im Haus nun mal sehr rar). Eigentlich hätte ich eine Personal Trainer Session im Fitnessstudio gehabt und zur Bibliothek hätte ich auch dringend gemusst. Dass die Amis bei der ersten Flocke auch gleich so ausrasten müssen, total übertrieben. Und meine Gasteltern sind mit ihrer Übervorsichtigkeit was alles angeht sowieso die schlimmsten, aber was will man machen.
Zum Glück durften die kids am Mittwoch wieder in die Schule und auch ich durfte mich wieder ins Auto setzen, juhu! Bin dann morgens gleich ins gym gefahren, sonst ist nicht viel passiert. Am Donnerstag habe ich Stutenkerle gebacken für das Weihnachts-Clustermeeting abends. Während der Teig vor sich hin ging, waren Louisa und ich in der Pâtisserie Salzburg in Rye einen Tee trinken und ein deutsches/österreicherisches Bäckerteilchen essen. Rye ist wirklich ein süßer Ort finde ich, mit einer kleinen Einkaufsstraßen mit alternativen Läden und einigem zu schauen. Lange nicht so "groß" und abgehoben wie Greenwich, sondern simple und irgendwie freundlich. Das Skypen danach hat nicht ganz geklappt, aber wegen meiner Stutenkerle hatte ich eigentlich sowieso keine Zeit. Sie sind sooo niedlich geworden und vor allem lecker! Och war es schön zu backen. Nachmittags habe ich die kids beim Doktor abgeliefert und hatte somit eine Stunde frei zwischendrin, war auch mal nicht schlecht. Abends musste ich noch bis acht arbeiten, trotz Clustermeeting, weil die Eltern zu Lehrergesprächen mussten. Leider kamen sie später und ich und meine Stutenkerle waren erst zwanzig vor neun beim Meeting, aber es war trotzdem ganz toll. Wir waren in einer Kirche, bzw. im Nebenraum, welcher wundervoll weihnachtlich geschmückt war. Karen und Mary haben ganz viele Tische aufgestellt mit etwas Deko, es gab heißen Kakao und Tee und jeweils Speisen der Länder, die die Au Pairs mitgebracht haben. Dann aht jedes Land noch ein typisches Weihnachtslied gesungen. Ach es war so schön die ganzen Mädels wiederzusehen, die ich sonst auch nicht so oft treffe. Ein bisschen schade, dass es das letzte Mal war, ist es schon, denn die Clustermeeting sind immer wunderbar und machen ganz viel Spaß.
Freitag war wieder nicht viel los, ich hatte die kids den ganzen Tag, wir haben Keksteig gemacht und waren in der Library. Außerdem haben wir sowieso die ganze Woche schon ganz viel Weihnachtsdekoration gebastelt und deutsche Weihnachtsmusik gehört, irgendwer muss es hier ja einigermaßen gemütlich machen. Für heute (Samstag) war wieder mal "Schneesturm" angesagt. Also erst drei Stunden arbeiten, was aber heute morgen nur chillen mit P hieß und dieser hat mit seinem Kumpel telefoniert wegen dem neuen Schachclub, den sie gegründet haben. Unerlaubterweise habe ich mit ihm eine Folge "Weihnachtsmann und Co KG" geguckt, weil die armen Kinder ja wirklich NIE Fernseh schauen dürfen und man diese Serie für das absolute Weihnachtsfeeling einfach kennen muss und wir haben wieder gebastelt und ein bisschen gespielt, echt entspannt. Als die kleine vom Geburtstag wieder kam, ist sie auf mich zugestürmt gekommen hat mich umarmt und abgeknutscht und einfach total lieb gehabt. Diese kids sind so zucker, sie sind mir wirklich ans Herz gewachsen. Und es tut mir so leid, jetzt zu gehen und sie mit diesen furchtbaren Eltern wieder allein zu lassen. Aber anderen geht es noch schlimmer und ich kann ja doch nichts dagegen tun. Danach war ich jedenfalls wieder im Haus eingesperrt, weil ich wegen des Schnees das Auto nicht nehmen durfte. Hab dann gegen Abend einen Spaziergang gemacht, um etwas zu essen und einfach mal rauszukommen. Bis auf die Tatsache, dass mir die Wetterapp und mein Körper "gefühlt -16°C" mitgeteilt haben, war es sehr beruhigend.
Für morgen habe ich mir vorgenommen den Plätzchenteig abzubacken, in die Kirche zu gehen und mit den Mädels ein letztes Mal in die cheesecakefactory. Alles natürlich ohne Auto, aber zum Glück kann Louisa fahren :-) Meinen Koffer habe ich mittlerweile auch schon ein bisschen gepackt. Der Kleine ist ordentlich schwer, habe ja 23 frei-kg in jedem, die ich ausnutzen muss. Nun regnet es und ich gehe schlafen, ist nämlich schon wahnsinnig spät.
Schlaft schön!
Die letzte Woche ist nun also angebrochen. Montag war noch alles normal, Dienstag um 6 Uhr morgens kam dann die Meldung: Schneefrei! Ich guck aus dem Fenster und dachte die netten Herren vom Wetterdienst und der Schulleitung veräppeln mich ein bisschen. Nicht eine Flocke war zu sehen! Um halb acht hat es dann "endlich" mal angefangen zu schneien und auch den restlichen Tag über hat es beständig weiße Flöckchen gebracht, aber trotzdem waren es am Ende des Tages ca. 4 cm Schnee, welchen der Räumungsdienst erfolgreich von Straßen und Gehwegen geschoben hat. Trotzdem durfte ich sowohl Mittags als auch Abends das Auto nicht nehmen, also habe ich mich zu Fuß auf den Weg gemacht, ich will ja nicht verhungern (Und essbares ist im Haus nun mal sehr rar). Eigentlich hätte ich eine Personal Trainer Session im Fitnessstudio gehabt und zur Bibliothek hätte ich auch dringend gemusst. Dass die Amis bei der ersten Flocke auch gleich so ausrasten müssen, total übertrieben. Und meine Gasteltern sind mit ihrer Übervorsichtigkeit was alles angeht sowieso die schlimmsten, aber was will man machen.
Zum Glück durften die kids am Mittwoch wieder in die Schule und auch ich durfte mich wieder ins Auto setzen, juhu! Bin dann morgens gleich ins gym gefahren, sonst ist nicht viel passiert. Am Donnerstag habe ich Stutenkerle gebacken für das Weihnachts-Clustermeeting abends. Während der Teig vor sich hin ging, waren Louisa und ich in der Pâtisserie Salzburg in Rye einen Tee trinken und ein deutsches/österreicherisches Bäckerteilchen essen. Rye ist wirklich ein süßer Ort finde ich, mit einer kleinen Einkaufsstraßen mit alternativen Läden und einigem zu schauen. Lange nicht so "groß" und abgehoben wie Greenwich, sondern simple und irgendwie freundlich. Das Skypen danach hat nicht ganz geklappt, aber wegen meiner Stutenkerle hatte ich eigentlich sowieso keine Zeit. Sie sind sooo niedlich geworden und vor allem lecker! Och war es schön zu backen. Nachmittags habe ich die kids beim Doktor abgeliefert und hatte somit eine Stunde frei zwischendrin, war auch mal nicht schlecht. Abends musste ich noch bis acht arbeiten, trotz Clustermeeting, weil die Eltern zu Lehrergesprächen mussten. Leider kamen sie später und ich und meine Stutenkerle waren erst zwanzig vor neun beim Meeting, aber es war trotzdem ganz toll. Wir waren in einer Kirche, bzw. im Nebenraum, welcher wundervoll weihnachtlich geschmückt war. Karen und Mary haben ganz viele Tische aufgestellt mit etwas Deko, es gab heißen Kakao und Tee und jeweils Speisen der Länder, die die Au Pairs mitgebracht haben. Dann aht jedes Land noch ein typisches Weihnachtslied gesungen. Ach es war so schön die ganzen Mädels wiederzusehen, die ich sonst auch nicht so oft treffe. Ein bisschen schade, dass es das letzte Mal war, ist es schon, denn die Clustermeeting sind immer wunderbar und machen ganz viel Spaß.
Freitag war wieder nicht viel los, ich hatte die kids den ganzen Tag, wir haben Keksteig gemacht und waren in der Library. Außerdem haben wir sowieso die ganze Woche schon ganz viel Weihnachtsdekoration gebastelt und deutsche Weihnachtsmusik gehört, irgendwer muss es hier ja einigermaßen gemütlich machen. Für heute (Samstag) war wieder mal "Schneesturm" angesagt. Also erst drei Stunden arbeiten, was aber heute morgen nur chillen mit P hieß und dieser hat mit seinem Kumpel telefoniert wegen dem neuen Schachclub, den sie gegründet haben. Unerlaubterweise habe ich mit ihm eine Folge "Weihnachtsmann und Co KG" geguckt, weil die armen Kinder ja wirklich NIE Fernseh schauen dürfen und man diese Serie für das absolute Weihnachtsfeeling einfach kennen muss und wir haben wieder gebastelt und ein bisschen gespielt, echt entspannt. Als die kleine vom Geburtstag wieder kam, ist sie auf mich zugestürmt gekommen hat mich umarmt und abgeknutscht und einfach total lieb gehabt. Diese kids sind so zucker, sie sind mir wirklich ans Herz gewachsen. Und es tut mir so leid, jetzt zu gehen und sie mit diesen furchtbaren Eltern wieder allein zu lassen. Aber anderen geht es noch schlimmer und ich kann ja doch nichts dagegen tun. Danach war ich jedenfalls wieder im Haus eingesperrt, weil ich wegen des Schnees das Auto nicht nehmen durfte. Hab dann gegen Abend einen Spaziergang gemacht, um etwas zu essen und einfach mal rauszukommen. Bis auf die Tatsache, dass mir die Wetterapp und mein Körper "gefühlt -16°C" mitgeteilt haben, war es sehr beruhigend.
Für morgen habe ich mir vorgenommen den Plätzchenteig abzubacken, in die Kirche zu gehen und mit den Mädels ein letztes Mal in die cheesecakefactory. Alles natürlich ohne Auto, aber zum Glück kann Louisa fahren :-) Meinen Koffer habe ich mittlerweile auch schon ein bisschen gepackt. Der Kleine ist ordentlich schwer, habe ja 23 frei-kg in jedem, die ich ausnutzen muss. Nun regnet es und ich gehe schlafen, ist nämlich schon wahnsinnig spät.
Schlaft schön!
Freitag, 13. Dezember 2013
Last time New York (for now)
Hallo ihr Lieben!
Melde mich mal wieder. Jetzt sind es nur noch ein paar Tage bis ich heim fliege. Auch wenn ich eigentlich das Gefühl habe, dass die Zeit gar nicht rumgehen will, die letzten paar Tagen waren doch ruck zuck vorbei, deswegen bin ich auch gar nicht zum schreiben gekommen.
Das Erzählenswerte, was passiert ist, war natürlich mein Wochenende in New York mit Adrienn, meiner Lieblings-Ungarin! Samstagmorgen habe ich noch gearbeitet und danach bin ich mit Louisa in den Zug nach NYC gestiegen. Dort haben wir uns mit Adri getroffen, die mit dem Bus aus Philly gekommen ist. Fatalerweise haben wir uns dazu entschieden, zum central Park zu laufen statt die sub zu nehmen. Eigentlich keine schlechte Idee, an einem Samstag im Dezember durch die 5th Ave zu laufen allerdings doch. Es war soo unfassbar voll. Diese Menschenmassen halten mit jedem Konzertgedränge mit! Es war allerdings trotzdem schön, da die Schaufenster der teuren Geschäfte wirklich beeindruckend oder zumindest sehr aufwändig geschmückt sind zur Weihnachtszeit und man richtig ein bisschen in Weihnachtsstimmung gekommen ist. Der berühmte Baum am Rockefeller Centre ist allerdings nicht sonderlich schön. Einfach nur viele bunte, bunte Lichter, das war's. Natürlich waren wir noch in sämtlichen Chocolaterien und nach knapp drei Stunden, haben wir es dann zum wollman rink am Central Park geschafft, wo wir Eislaufen wollten! Ein bisschen Warten mehr und viel Geld weniger waren wir dann auf dem Eis. Auch wenn wir nach 10min wieder runter mussten und nochmals ewig warten mussten, bis das Eis wieder glatt gemacht wurde, war es traumhaft! Zwar super voll, total zerfahrenes Eis, nicht grade groß; aber bei Nacht mit dem Blick auf die Skyline von New York City mit zwei wundervollen Menschen und einfach der Leichtigkeit auf dem Eis entlang gleiten zu können. Das hat mich sehr an die Schlittschuhfahrten mit meinem Papa erinnert, letztes Jahr auf dem See. Sooo schön! Danach sind wir zum Columbus Circle zum Weihnachtsmarkt gelaufen. Der ist ganz toll, noch besser als der beim Union Square. Mit sehr vielen handgefertigten Dingen, Schmuck, Seife, Handschuhe, Essensstände sowohl amerikanische als auch ausländische. Sogar deutschen Punsch gab es und Crepes, hmmm. Wie in Deutschland auf dem Weihnachtsmarkt, zumindest ein kleines bisschen. Als der Markt zumachte sind wir dann zum Pain Quotidien, einem Restaurant/Café gelaufen, um einen Tee zu trinken und den Tag entspannt ausklingen zu lassen, da wir doch ein bisschen eingefroren waren. Spät sind wir zurück nach Hause gefahren, wo Adri und ich schnell ins Bett geklettert sind, um auch am nächsten Tag fit zu sein.
Sonntag...
Melde mich mal wieder. Jetzt sind es nur noch ein paar Tage bis ich heim fliege. Auch wenn ich eigentlich das Gefühl habe, dass die Zeit gar nicht rumgehen will, die letzten paar Tagen waren doch ruck zuck vorbei, deswegen bin ich auch gar nicht zum schreiben gekommen.
Das Erzählenswerte, was passiert ist, war natürlich mein Wochenende in New York mit Adrienn, meiner Lieblings-Ungarin! Samstagmorgen habe ich noch gearbeitet und danach bin ich mit Louisa in den Zug nach NYC gestiegen. Dort haben wir uns mit Adri getroffen, die mit dem Bus aus Philly gekommen ist. Fatalerweise haben wir uns dazu entschieden, zum central Park zu laufen statt die sub zu nehmen. Eigentlich keine schlechte Idee, an einem Samstag im Dezember durch die 5th Ave zu laufen allerdings doch. Es war soo unfassbar voll. Diese Menschenmassen halten mit jedem Konzertgedränge mit! Es war allerdings trotzdem schön, da die Schaufenster der teuren Geschäfte wirklich beeindruckend oder zumindest sehr aufwändig geschmückt sind zur Weihnachtszeit und man richtig ein bisschen in Weihnachtsstimmung gekommen ist. Der berühmte Baum am Rockefeller Centre ist allerdings nicht sonderlich schön. Einfach nur viele bunte, bunte Lichter, das war's. Natürlich waren wir noch in sämtlichen Chocolaterien und nach knapp drei Stunden, haben wir es dann zum wollman rink am Central Park geschafft, wo wir Eislaufen wollten! Ein bisschen Warten mehr und viel Geld weniger waren wir dann auf dem Eis. Auch wenn wir nach 10min wieder runter mussten und nochmals ewig warten mussten, bis das Eis wieder glatt gemacht wurde, war es traumhaft! Zwar super voll, total zerfahrenes Eis, nicht grade groß; aber bei Nacht mit dem Blick auf die Skyline von New York City mit zwei wundervollen Menschen und einfach der Leichtigkeit auf dem Eis entlang gleiten zu können. Das hat mich sehr an die Schlittschuhfahrten mit meinem Papa erinnert, letztes Jahr auf dem See. Sooo schön! Danach sind wir zum Columbus Circle zum Weihnachtsmarkt gelaufen. Der ist ganz toll, noch besser als der beim Union Square. Mit sehr vielen handgefertigten Dingen, Schmuck, Seife, Handschuhe, Essensstände sowohl amerikanische als auch ausländische. Sogar deutschen Punsch gab es und Crepes, hmmm. Wie in Deutschland auf dem Weihnachtsmarkt, zumindest ein kleines bisschen. Als der Markt zumachte sind wir dann zum Pain Quotidien, einem Restaurant/Café gelaufen, um einen Tee zu trinken und den Tag entspannt ausklingen zu lassen, da wir doch ein bisschen eingefroren waren. Spät sind wir zurück nach Hause gefahren, wo Adri und ich schnell ins Bett geklettert sind, um auch am nächsten Tag fit zu sein.
Sonntag...
Donnerstag, 5. Dezember 2013
I'll be home for Christmas ♥
Viele von euch wissen es ja schon, aber hier noch einmal "offiziell" sozusagen. Ich habe mein Au Pair Jahr abgebrochen und komme in ca. zwei Wochen zurück nach Deutschland. Wer wissen will warum, klickt hier :-)
Außerdem sind Kommentare zu den Posts und Bildern ausdrücklich erwünscht und ich freue mich immer sehr über Gästebucheinträge! Eine schöne, besinnliche Weihnachtszeit voller Liebe und Wärme wünsche ich euch allen.
"Wenn du nicht mehr weißt, wohin du gehen sollst,
halte inne und schau woher du gekommen bist."
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