Montag, 23. Dezember 2013

Home Sweet Home

Hallo ihr Weihnachtselfen!

Nun bin ich endlich wieder Zuhause und es ist so schön. Ich merke wirklich wie viel mir gefehlt hat und dass ich hier viel glücklicher und ausgeglichener bin als in den USA. Grade zum Ende hin hatte sich einfach alles wie purer Stress angefühlt.
Zu den letzten Tagen: Am Sonntag, den dritten Advent, habe ich früh morgens meine Kekse gebacken und liebevoll mit weißem Zuckerguss und blauer Zuckerschrift verziert. Leider habe ich vergessen ein Foto zu machen, aber alle beschenkten haben sich ganz doll darüber gefreut (oder sehr gut geschauspielert). Danach bin ich in die Kirche zum Adventsgottesdienst gegangen. Er war wunderwunderschön. Eigentlich bin ich kein Kirchengänger, aber mir hat die ganze Weihnachtsstimmung, das Besinnliche und Warme so gefehlt, dass das genau richtig war in dem Moment. Die Menschen dort waren so offen und lieb, ich habe mich einfach willkommen gefühlt. Dann bin ich zur Greenwich Ave gelaufen, wo ich von Louisa und Lisa abgeholt wurde um ein letztes Mal zum Abschlussessen in die Cheesecakefactory zu fahren. Es war wie immer super lecker! Da Louisa noch ein paar Klamotten kaufen wollte, sind wir weiter in die Mall gefahren und dort ein bisschen rumgebummelt, bis es irgendwann schon spät war. Als ich nach Hause gekommen bin, hat mich natürlich keiner gefragt wie es mir geht, wie mein Tag war oder überhaupt wo ich die letzten 12h war. Auch auf Nachfrage meinerseits kam nichts zurück. Aber was soll's es waren ja nur noch zwei Tage!
Den Montag durfte ich noch einmal schön 10h arbeiten, bis abends um halb elf. Koffer packen wird ja auch generell überbewertet. Über Mittag habe ich mich mit Sonja, Lisa und Julia auf einen Kaffee getroffen und mein Konto aufgelöst, nachdem ich Julia heimgebracht habe, fuhr ich noch zu meiner Counselorin um über meine hostfamily zu reden und hauptsächlich um mich bei ihr zu bedanken und zu verabschieden. Karen war wirklich eine der nettesten, aufrichtigsten Personen, die ich in diesem Jahr kennen gelernt habe und ich bin für ihre Unterstützung unglaublich dankbar.
Dienstag war dann endlich der Tag der Abreise! Leider allerdings mit totalem Schneechaos. Und diesmal sogar etwas begründet, die Amis haben nämlich kein Talent damit umzugehen und rechtzeitig die Straßen zu räumen. Morgens hatte meine Kleine noch ein Chorkonzert in der Schule. Sie hat es ganz toll gemacht, genau wie alle anderen 5- und 6-jährigen, es war so niedlich! Die Lehrerinnen müssen wirklich was drauf haben, den Mädels, die noch gar nicht lesen können, so viele Lieder so gut beizubringen. Zum Abschluss habe ich mich ein (vorerst) letztes Mal mit Louisa getroffen. Wir waren ganz klassisch in einem amerikanischen Diner auf der Greenwich Ave, die wir standesgemäß entlang flaniert sind, wie die Greenwich-moms es tun. Ein Sehen und Gesehen werden der "High Society". Nur dass wir eben im Diner waren statt in einem der überteuerten Restaurants :D Diese Einstellung der meisten wohlhabenden Menschen dort werde ich definitiv nicht vermissen und wie ich jetzt feststelle, habe ich die norddeutsche Bodenständigkeit noch mehr vermisst als mir bewusst war. Ich musste allerdings auch schnell wieder zurück, da meine Koffer immer noch nicht fertig gepackt waren und ich trotzdem noch eine Stunde arbeiten musste. Um halb vier kam mein Gastvater dann von der Arbeit um mich zum Flughafenshuttle zu bringen. Dieser hatte wegen dem Schnee 20min Verspätung, bis wir in New York ankamen waren es fast eineinhalb! Aber da ich ausnahmsweise mal rechtzeitig war und genug Zeit eingeplant hatte, war ich trotzdem mehr als eineinhalb Stunden vor geplantem Abflug am check-in Schalter. Das Boarding hat sich dann allerdings auch verzöger (wegen einem anderen Flugzeug) und der Abflug selbst auch nochmal um eine Stunde, weil sie Schnee vom Flugzeug fegen müssen. Das fällt ihnen ja früh ein. Irgendwann sind wir dann aber doch abgehoben und ab da ging es recht schnell. Neben mir saß eine ältere Frau aus Stamford, CT mit der ich mich ganz nett unterhalten habe, ein bisschen konnte ich schlafen und dann waren die acht Stunden auch schon um. In Frankfurt angekommen hat mein Handyakku den Geist aufgegeben und meine amerikanische Nummer hat keine SMS verschickt, also ging ich auf Steckdosen und W-Lan Suche. In Amerika eine Sache von 2min an großen öffentlichen Plätzen - hier vergebens. Ja ja Deutschland, da musst du wohl nachrüsten. Das ist so praktisch.. Immerhin im Zug gab's Strom. In Hamburg warteten meine Eltern auf dem Bahnsteig auf mich und durch Zufall sogar die Eltern meiner besten Freundin :-)) Die Deutsche Bahn war sogar nur 8 min zu spät. Gemütlich haben meine Eltern und ich noch eine Runde auf dem schönen Weihnachtsmarkt gedreht und, was muss man machen wenn man als 19-jährige aus den USA wiederkommt? Glühwein mit Schuss trinken! Hmmmm, lecker. Die Amis wissen wirklich nicht, was gut ist.
Richtig Zuhause anzukommen war dann grandios. Wir haben bei Advents-Kernzenlicht und Weihnachtsmusik Lebkuchen gegessen, es war einfach schön. Am Donnerstag bin ich in die Stadt gefahren um meine beste Freundin von der Schule abzuholen und zu überraschen. Sie dachte ich komme Freitagabend. Ich weiß, ich bin gemein, aber die Überraschung ist total gelungen! Die letzen Tage habe ich dann Koffer ausgepackt, Kekse gebacken, Familie getroffen usw. Morgen (Heute) kommen meine deutschen Mädels zum Brunchen. Liebe Grüße und Küsse an euch, ich freue mich, euch alle wiederzusehen!
Samstag war es übrigens verrückt. Bea (das Au Pair, welches direkt nach mir in meine erste Gastfamilie gekommen ist und dann abgebrochen hat) hat spontan mit ihrer Familie einen Kurztrip nach Hamburg gemacht und mich gefragt, ob ich Zeit und Lust habe mich mit ihr zu treffen. Totaler Zufall, dass ich grade zwei Tage vorher wiedergekommen war, aber klar hatte ich Lust! Unglücklicherweise konnte eine Bekannte nicht mit ihnen mit, weswegen ihre Familie zwei Karten für das Musical "König der Löwen" übrig hatte. Meine Schwester ist aus Metz wiedergekommen, somit hat alles perfekt gepasst und wir sind zusammen ins Musical gegangen. Es war einfach atemberaubend! Und natürlich toll, Bea so schnell wiederzusehen. Allgemein ist es großartig wie viele neue Leute man in dieser Zeit kennen gelernt hat, ich hoffe viele dieser Kontakte bleiben bestehen.

So, jetzt ist es wieder ein Roman geworden. Und wahrscheinlich interessiert es auch keinen mehr, da ich ja schon wieder hier bin, aber das macht ja auch nichts :D Irgendwann kommt noch ein kleines Resümee meiner Zeit in den USA, als Abschluss, aber erstmal genießen wir alle die Weihnachtstage. Ich wünsche euch eine Frohe Weihnacht und wundervolle Tage mit eurer Familie und euren Liebsten! ♥


"Zu Hause sein. Wie sich der Ganze Wirrwarr der Gefühle verlieret und ordnet, wenn man aus dem fremden heimkehrt in seine eigenen vier Wände. Nur Zuhause ist der Mensch ganz." - Jean Paul (1763 - 1825)

Sonntag, 15. Dezember 2013

Letzte Arbeitswoche

Hallo ihr Lieben,

Die letzte Woche ist nun also angebrochen. Montag war noch alles normal, Dienstag um 6 Uhr morgens kam dann die Meldung: Schneefrei! Ich guck aus dem Fenster und dachte die netten Herren vom Wetterdienst und der Schulleitung veräppeln mich ein bisschen. Nicht eine Flocke war zu sehen! Um halb acht hat es dann "endlich" mal angefangen zu schneien und auch den restlichen Tag über hat es beständig weiße Flöckchen gebracht, aber trotzdem waren es am Ende des Tages ca. 4 cm Schnee, welchen der Räumungsdienst erfolgreich von Straßen und Gehwegen geschoben hat. Trotzdem durfte ich sowohl Mittags als auch Abends das Auto nicht nehmen, also habe ich mich zu Fuß auf den Weg gemacht, ich will ja nicht verhungern (Und essbares ist im Haus nun mal sehr rar). Eigentlich hätte ich eine Personal Trainer Session im Fitnessstudio gehabt und zur Bibliothek hätte ich auch dringend gemusst. Dass die Amis bei der ersten Flocke auch gleich so ausrasten müssen, total übertrieben. Und meine Gasteltern sind mit ihrer Übervorsichtigkeit was alles angeht sowieso die schlimmsten, aber was will man machen.
Zum Glück durften die kids am Mittwoch wieder in die Schule und auch ich durfte mich wieder ins Auto setzen, juhu! Bin dann morgens gleich ins gym gefahren, sonst ist nicht viel passiert. Am Donnerstag habe ich Stutenkerle gebacken für das Weihnachts-Clustermeeting abends. Während der Teig vor sich hin ging, waren Louisa und ich in der Pâtisserie Salzburg in Rye einen Tee trinken und ein deutsches/österreicherisches Bäckerteilchen essen. Rye ist wirklich ein süßer Ort finde ich, mit einer kleinen Einkaufsstraßen mit alternativen Läden und einigem zu schauen. Lange nicht so "groß" und abgehoben wie Greenwich, sondern simple und irgendwie freundlich. Das Skypen danach hat nicht ganz geklappt, aber wegen meiner Stutenkerle hatte ich eigentlich sowieso keine Zeit. Sie sind sooo niedlich geworden und vor allem lecker! Och war es schön zu backen. Nachmittags habe ich die kids beim Doktor abgeliefert und hatte somit eine Stunde frei zwischendrin, war auch mal nicht schlecht. Abends musste ich noch bis acht arbeiten, trotz Clustermeeting, weil die Eltern zu Lehrergesprächen mussten. Leider kamen sie später und ich und meine Stutenkerle waren erst zwanzig vor neun beim Meeting, aber es war trotzdem ganz toll. Wir waren in einer Kirche, bzw. im Nebenraum, welcher wundervoll weihnachtlich geschmückt war. Karen und Mary haben ganz viele Tische aufgestellt mit etwas Deko, es gab heißen Kakao und Tee und jeweils Speisen der Länder, die die Au Pairs mitgebracht haben. Dann aht jedes Land noch ein typisches Weihnachtslied gesungen. Ach es war so schön die ganzen Mädels wiederzusehen, die ich sonst auch nicht so oft treffe. Ein bisschen schade, dass es das letzte Mal war, ist es schon, denn die Clustermeeting sind immer wunderbar und machen ganz viel Spaß.
Freitag war wieder nicht viel los, ich hatte die kids den ganzen Tag, wir haben Keksteig gemacht und waren in der Library. Außerdem haben wir sowieso die ganze Woche schon ganz viel Weihnachtsdekoration gebastelt und deutsche Weihnachtsmusik gehört, irgendwer muss es hier ja einigermaßen gemütlich machen. Für heute (Samstag) war wieder mal "Schneesturm" angesagt. Also erst drei Stunden arbeiten, was aber heute morgen nur chillen mit P hieß und dieser hat mit seinem Kumpel telefoniert wegen dem neuen Schachclub, den sie gegründet haben. Unerlaubterweise habe ich mit ihm eine Folge "Weihnachtsmann und Co KG" geguckt, weil die armen Kinder ja wirklich NIE Fernseh schauen dürfen und man diese Serie für das absolute Weihnachtsfeeling einfach kennen muss und wir haben wieder gebastelt und ein bisschen gespielt, echt entspannt. Als die kleine vom Geburtstag wieder kam, ist sie auf mich zugestürmt gekommen hat mich umarmt und abgeknutscht und einfach total lieb gehabt. Diese kids sind so zucker, sie sind mir wirklich ans Herz gewachsen. Und es tut mir so leid, jetzt zu gehen und sie mit diesen furchtbaren Eltern wieder allein zu lassen. Aber anderen geht es noch schlimmer und ich kann ja doch nichts dagegen tun. Danach war ich jedenfalls wieder im Haus eingesperrt, weil ich wegen des Schnees das Auto nicht nehmen durfte. Hab dann gegen Abend einen Spaziergang gemacht, um etwas zu essen und einfach mal rauszukommen. Bis auf die Tatsache, dass mir die Wetterapp und mein Körper "gefühlt -16°C" mitgeteilt haben, war es sehr beruhigend.
Für morgen habe ich mir vorgenommen den Plätzchenteig abzubacken, in die Kirche zu gehen und mit den Mädels ein letztes Mal in die cheesecakefactory. Alles natürlich ohne Auto, aber zum Glück kann Louisa fahren :-) Meinen Koffer habe ich mittlerweile auch schon ein bisschen gepackt. Der Kleine ist ordentlich schwer, habe ja 23 frei-kg in jedem, die ich ausnutzen muss. Nun regnet es und ich gehe schlafen, ist nämlich schon wahnsinnig spät.

Schlaft schön!

Freitag, 13. Dezember 2013

Last time New York (for now)

Hallo ihr Lieben!

Melde mich mal wieder. Jetzt sind es nur noch ein paar Tage bis ich heim fliege. Auch wenn ich eigentlich das Gefühl habe, dass die Zeit gar nicht rumgehen will, die letzten paar Tagen waren doch ruck zuck vorbei, deswegen bin ich auch gar nicht zum schreiben gekommen.
Das Erzählenswerte, was passiert ist, war natürlich mein Wochenende in New York mit Adrienn, meiner Lieblings-Ungarin! Samstagmorgen habe ich noch gearbeitet und danach bin ich mit Louisa in den Zug nach NYC gestiegen. Dort haben wir uns mit Adri getroffen, die mit dem Bus aus Philly gekommen ist. Fatalerweise haben wir uns dazu entschieden, zum central Park zu laufen statt die sub zu nehmen. Eigentlich keine schlechte Idee, an einem Samstag im Dezember durch die 5th Ave zu laufen allerdings doch. Es war soo unfassbar voll. Diese Menschenmassen halten mit jedem Konzertgedränge mit! Es war allerdings trotzdem schön, da die Schaufenster der teuren Geschäfte wirklich beeindruckend oder zumindest sehr aufwändig geschmückt sind zur Weihnachtszeit und man richtig ein bisschen in Weihnachtsstimmung gekommen ist. Der berühmte Baum am Rockefeller Centre ist allerdings nicht sonderlich schön. Einfach nur viele bunte, bunte Lichter, das war's. Natürlich waren wir noch in sämtlichen Chocolaterien und nach knapp drei Stunden, haben wir es dann zum wollman rink am Central Park geschafft, wo wir Eislaufen wollten! Ein bisschen Warten mehr und viel Geld weniger waren wir dann auf dem Eis. Auch wenn wir nach 10min wieder runter mussten und nochmals ewig warten mussten, bis das Eis wieder glatt gemacht wurde, war es traumhaft! Zwar super voll, total zerfahrenes Eis, nicht grade groß; aber bei Nacht mit dem Blick auf die Skyline von New York City mit zwei wundervollen Menschen und einfach der Leichtigkeit auf dem Eis entlang gleiten zu können. Das hat mich sehr an die Schlittschuhfahrten mit meinem Papa erinnert, letztes Jahr auf dem See. Sooo schön! Danach sind wir zum Columbus Circle zum Weihnachtsmarkt gelaufen. Der ist ganz toll, noch besser als der beim Union Square. Mit sehr vielen handgefertigten Dingen, Schmuck, Seife, Handschuhe, Essensstände sowohl amerikanische als auch ausländische. Sogar deutschen Punsch gab es und Crepes, hmmm. Wie in Deutschland auf dem Weihnachtsmarkt, zumindest ein kleines bisschen. Als der Markt zumachte sind wir dann zum Pain Quotidien, einem Restaurant/Café gelaufen, um einen Tee zu trinken und den Tag entspannt ausklingen zu lassen, da wir doch ein bisschen eingefroren waren. Spät sind wir zurück nach Hause gefahren, wo Adri und ich schnell ins Bett geklettert sind, um auch am nächsten Tag fit zu sein.
Sonntag...

Donnerstag, 5. Dezember 2013

I'll be home for Christmas ♥



Viele von euch wissen es ja schon, aber hier noch einmal "offiziell" sozusagen. Ich habe mein Au Pair Jahr abgebrochen und komme in ca. zwei Wochen zurück nach Deutschland. Wer wissen will warum, klickt hier :-)

Außerdem sind Kommentare zu den Posts und Bildern ausdrücklich erwünscht und ich freue mich immer sehr über Gästebucheinträge! Eine schöne, besinnliche Weihnachtszeit voller Liebe und Wärme wünsche ich euch allen.


"Wenn du nicht mehr weißt, wohin du gehen sollst,
halte inne und schau woher du gekommen bist."

Dienstag, 3. Dezember 2013

Thanksgiving und Black Friday in Philly

Hallo ihr Lieben!

Und wieder eine knappe Woche um. Aber diesmal lag, zumindest für die Amis, ein langes Wochenende dazwischen, es war nämlich Thanksgiving. Mittwoch hatte ich die kids den ganzen Tag, weil die Kleine keine Schule hatte und der Große schon mittags Schluss. Irgendwie ging der Tag aber recht schnell um, wir haben zum Lunch zusammen Pizza gebacken auf meinen Vorschlag und P habe ich am Nachmittag ein Playdate organisiert, bzw. hat die Mutter angerufen, das war super! Und sie ist so eine Liebe, sie kommt ja aus Deutschland und beim Hinbringen habe ich so ihren Türkranz bewundert und alles, was mir hier in den USA in der Weihnachtszeit fehlt, bedauert, da hat sie mir beim Abholen doch tatsächlich ein Tütchen mit selbstgemachtem, deutschen Spritzgebäck geschenkt. Ich habe mich gefreut wie ein Honigkuchenpferd, das glaubt ihr gar nicht! Um 5pm kam mein hostdad auch schon von der Arbeit um mich abzulösen, da bin ich noch fix zum Pilates, habe mich mit Sonja auf ein Eis getroffen und dann ging es ans Packen für Philly.
Donnerstagmorgen bin ich in den Zug nach New York und von da aus mit dem Bus nach Philadelphia gefahren. Chrissy hat mich lieberweise an der train station in Overbrook abgeholt, um mich für die nächsten drei Tage bei sich und ihrer Gastfamilie aufzunehmen. Dort herrschte auch schon reges Getümmel, ich war nämlich nicht der einzige Thanksgiving-Gast, sondern fast die gesamte Familie war vertreten! Bruder des hostdads mit Frau und zwei Kindern und die Großeltern, also full house. Wir haben zusammen den Truthahn vorbereitet und den Tisch gedeckt, ein bisschen Football geschaut und schließlich gegen 6pm dinner gegessen. Es war so wundervoll familiär! Alle waren sie unglaublich nett und auch ganz interessiert, ich konnte mich gut unterhalten. Besonders die Großmutter war ein Goldstück. Insgesamt habe ich mich einfach nur willkommen gefühlt und überhaupt nicht wie das fünfte Rad am Wagen, ich hätte kein schöneres Thanksgiving haben können. Nachdem Chrissy und ich uns ein bisschen ausgeruht und unser Essen verdaut hatten, mussten wir schon fast wieder los. Der Tag nach Thanksgiving ist nämlich - ja, genau: Black Friday! Das heißt ganz viele Rabatte, großer Ansturm auf alle Geschäfte und die Malls machen nachts oder schon donnerstagabends auf. Es soll wohl die Weihnachtsshoppingsaison einläuten, da nach Thanksgiving auch offiziell die Weihnachtszeit beginnt (dazu übrigens: der Vorweihnachtshype ist in Deutschland tausend Mal schlimmer als hier). Black Friday war jedenfalls der Knüller, wirklich ein Erlebnis wert. Wir waren von um 10pm bis 5.30am unterwegs, sind wiedergekommen, als Chrissy’s Gasteltern mit dem Hund Gassi gegangen sind und haben zusammen um die 15 Tüten heim gebracht. Sarah, Bianca und Kathrin waren auch mit, es war eine erfolgreiche und spaßige Nacht! :D
Tagsüber haben wir dann mehr oder weniger nur entspannt. Unser Auto war zugeparkt und wir waren sowieso etwas müde, also ging es nur am späten Nachmittag noch zu all unseren Banken (Konto auflösen, Geld abheben etc.) und zu Michaels, dem Bastel- und Heimwerkershop überhaupt. Zum dinner gab es Pizza, dann haben wir das neuste Au Pair meiner alten Familie bei ihr Zuhause abgeholt (meine ehemaligen Gasteltern haben geguckt..) und sind zu Starbucks gefahren, wo wir uns noch mit Sandra getroffen haben. Ach, ich habe sie vermisst! Am nächsten Tag sind chrissy und ich nach Philly reingefahren, um uns die Liberty Bell und die Independence Hall anzuschauen. Das hatten wir nämlich tatsächlich beide noch nicht gemacht. Mit ein bisschen Schummelei und lieber Fragerei konnten wir die Führung schon zwei Stunden früher machen und hatten dann noch genug Zeit um über den kleinen, deutschen Weihnachtsmarkt am Lovepark zu schlendern. Der war sogar fast wirklich ein bisschen deutsch, es gab nämlich Lebkuchenherzen, Bratwurst mit Kartoffelsalat und Brezeln uuuuund..  Käthe Wohlfahrt! Ein riesiges Zelt voller Weihnachtssachen aus Rothenburg ob de Tauber! Glaubt man das? Und wir haben das original Nürnberger Christkind getroffen, welches jedes Jahr neu gewählt und unter anderem auch in die Staaten zum diesem Weihnachtsmarkt eingeflogen wird. Natürlich mussten wir davon ein Bild machen. Abends war dann nochmal family dinner, der Großvater hat Lachs mit grünem Spargel und Süßkartoffelspalten gezaubert, himmlisch. Hier in Amerika muss man ja nicht warten bis Saison ist, irgendwo wächst es schon... gruselig, oder? Dann sind wir zum Abschluss zu hope’s cookies gefahren mit all den Mädels inklusive Sandra und meiner Lieblingsitalienerin Laura. Ein Cookiesandwich (Keks-Eiscreme-Keks) kann man sich schließlich nicht entgehen lassen, das gibt es hier in Greenwich nicht. Oder zumindest nicht so gut.
Sonntagmorgen musste ich mich leider schon wieder von der Familie verabschieden. Ich bin so dankbar da gewesen sein zu können, hier in meiner hostfamily hätte ich nichts Vergleichbares gehabt. Mit dem ganz vertrauensvollen Yo! Bus ging es von Philly Chinatown bis New York Chinatown, zum Glück ist an jeder Ecke eine U-Bahn-Station, sodass ich schnell am Times Square war um ein paar Mädels von meinen Orientation Day zu Beginn meiner Au Pair Zeit wieder zu treffen. Wir haben ganz viel gequatscht und waren beim Weihnachtsmarkt am Union Square, wo es ebenfalls deutschen „Gluehwine“ (also eher Kinderpunsch, da öffentlich kein Alkohol ausgeschenkt werden darf) gab. Trotzdem lecker und hat irgendwie an Zuhause erinnert. Die Mädels waren super lieb und es war ganz toll, aber ich bin schon relativ früh zurück nach Greenwich, da ich ja meine ganzen Übernachtungs- und Shoppingsachen dabei hatte und das Wochenende über nur auf Reisen war. Dort haben mich dann Louisa, Lisa und Paula in Empfang genommen, mein eigenes kleines Begrüßungskomitee, das war so süß! Die waren vorher essen und meine Gasteltern noch irgendwo im Stau zwischen Boston und Greenwich, deswegen hat mich Paula lieberweise nach Hause gebracht. In ein leeres Haus ohne W-Lan (warum auch immer). Jippie.
Gestern Morgen habe ich erst mal verschlafen und bin zudem mit einem rot-quaddeligen Gesicht aufgewacht. Irgendwas stimmte die ganze Zeit schon nicht, die letzten Tage über, aber ich dachte das käme wohl von dem Hitze-Kälte-Wechsel oder so. Aber Pustekuchen, ich bin wohl gegen etwas allergisch. Nur leider weiß ich nicht gegen was! Beim cvs gab es anti-allergie Tabletten und ein Gel, was man direkt auftragen kann. Meine kids waren morgens ganz geschockt mich so zu sehen, von meinen Gasteltern wurde ich weitestgehend ignoriert. Was soll’s. Zum Skypen bin ich zum Starbucks gegangen, weil im Haus immer noch kein Internet war. Man hat mir wohl angesehen, dass es mir nicht so gut ging, da ich gleich nette Leute kennen gelernt habe, das war wiederum sehr schön. In Amerika ist es so einfach, Leute kennen zu lernen, wenn auch nur oberflächlich. Allein ein gutes Gespräch kann einen unglaublich aufbauen und den Horizont erweitern, davon kann sich Deutschland eine gehörige Scheibe abschneiden. Mich macht es sehr froh neue Leute kennen zu lernen und andere Perspektiven zu hören. Das war also gestern. Heute ist noch nicht viel passiert, ich möchte noch mit Mama und Papa skypen und sonst mal sehen.

Liebe Grüße und einen schönen 3. Dezember!

das Nürnberger Christkind

Apfelstrudel!♥

Mittwoch, 27. November 2013

New Haven, New York und Besuch aus Boston

N'abend oder für die im Heimatland auch schon guten Morgen!

Gestern wurde also offiziell die Weihnachtssaison in Deutschland eingeläutet. Ich bin ja schon ziemlich neidisch, dass ihr nun auf Weihnachtsmärkten schlendern könnt, Punsch trinken und Schaufenster gucken. Bei uns geht es erst nach Thanksgiving richtig los, also nächste Woche, wie ich hörte. Der große Tannenbaum am Rockefeller soll wohl am 4.12. erleuchtet werden, ich bin gespannt. Am Wochenende danach kann ich ihn dann bewundern gehen. Soll ich euch ein Foto davon knipsen? ;-)
Letzten Freitag habe ich die meiste Zeit wie immer gearbeitet, abends war ich mit Louisa im Organic Planet, einem Restaurant welches hauptsächlich vegane und vegetarische Gerichte anbietet. Es war wirklich gut, als richtiges Restaurant kennt man sowas aus Deutschland eher selten. Ich hatte einen Quinoaburger mit selbstgemachten Chutney und Süßkartoffelpommes. Samstagmorgen habe ich mich dann auf den Weg nach New Haven zum Footballspiel Yale Bulldogs vs. Harvard Crimson gemacht. Mit Yale Pulli und viel Enthusiasmus ging es zur Yale Bowl, dem kleinen Stadion der berühmten Universität. Unterwegs habe ich in Stamford einen Ami kennen gelernt, der auch den Weg in den richtigen Zug suchte. Mit meinem Pulli war meine Absicht schon sehr deutlich, deswegen fragte er mich wohin wir müssen. Null Ahnung. Auf die Frage, ob ich Yale Studentin sei, antwortete ich nur "Nee ich tue nur so als wäre ich reich und schlau". Auf meine Gegenfrage was er denn in New Haven mache, kam ein bescheidenes "Ich bin Harvard Student". Jaa, er ist also reich und schlau, so viel dazu. Am Bahnhof hatte ich mich mit Laura aus Boston verabredet, es hat super geklappt und wir haben ohne Auto zum Stadion gefunden, stellt euch das vor. Das Spiel an sich hat geschlagene drei Stunden und zwanzig Minuten gedauert und es war nicht grade warm, aber es war trotzdem der Wahnsinn und hat super viel Spaß gemacht! Die Kapellen waren beeindruckend, besonders die von Yale, die nicht nur Marschmusik etc. sondern auch moderne Musik oder einfach bekannte Songs wie Tainted Love zum Besten gegeben hat. In der Halbzeit gab es eine kleine Vorstellung der Kapellen und ein paar Studenten haben die jeweilige Gegnermannschaft symbolisch als Schiff oder ähnliches zerstört. Sorry, das muss man einfach gesehen haben, sonst hört sich das total dämlich an. Nach dem Spiel sind alle Fans auf das Spielfeld gestürmt, um mit den Spielern zu feiern, wir haben sogar ein Bild machen können, grandios.
Danach sind wir noch Kaffee trinken gegangen bei Starbucks (welcher voller Harvard Studenten war) und sind durch New Haven und kurz über den Campus gelaufen. In einer Kirche, in die wir neugierigerweise reingeschaut hatten, war grade ein/der Chor der Harvard University am Proben. Warum auch immer die in New Haven am Proben waren, es war ganz ganz toll und wir hatten nicht zum ersten Mal an dem Tag das Gefühl mitten im Harry Potter Film zu stehen. Schon alleine die bordeauxroten Pullis, Schals und Fahnen bei Football erinnerten an Gryffindors Quidditch games. Das muss man einfach erlebt haben! Zurück in Greenwich sind wir zum Gingerman essen gegangen, dem wahrscheinlich am wenigsten amerikanischen Restaurant der Gegend mit kuscheliger Atmosphäre und Kamin. Mit einem leckeren Weißwein und einem Pumpkinbier ließ sich der Tag wundervoll ausklingen.

...das gleiche Schrotthandy :D


Groupiebild mit einem Spieler.. bin ich jetzt fame?
Am Sonntag sind wir dann nach New York gefahren. Auf dem Zettel hatten wir nciht so viel, aber eben auch entsprechend wenig Zeit, weswegen das nicht schlimm war. Bevor wir in den Zug gestiegen sind, habe ich Laura noch die Black Forest Bakery gezeigt. Sie war genauso begeistert wie ich ;-) Zuerst sind wir mit der sub zum Central Park gefahren, haben ins Metropolitan Museum of Art geschaut, wo ich unbedingt mal hinmöchte und sind dann durch den Park geschlendert. An Alice und Hans Christian Andersen vorbei, zur Eislauffläche mit Sicht auf die Skyline von New York, es war wunderschön. Dann ging es noch zur LOVE Statue, die auch in Philly steht und am Rockefeller Center mit dem großen (noch mit "Baugeländer"? verstellten) Weihnachtsbaum und einer weiteren Eisfläche entlang, mit Zwischenstop in einem Feinkostladen, der tatsächlich Milka und Kinderschokolade in allen Variationen führt und sogar Marzipankartoffeln und Christstollen anbietet, bis hin zum Times Square, wo wir zum Abschluss im Ellen's Stardust essen waren, weil Laura das noch nicht gesehen hatte. Dann musste sie schon zum Bus zurück und ich bin durch den Bryant Park mit der dritten Eisfläche und einem kleinen "Weihnachtsmarkt" wenn man es denn so nennen kann, zur Central Station gelaufen und zurück nach Greenwich gefahren.
























Gestern war dann bei mir nicht mehr viel los. Ich war mit Rachenentzündung ein bisschen platt, musste aber natürlich trotzdem 10h arbeiten, genau wie heute und morgen auch noch. Mittags habe ich nur mit Mama und Papa geskyped, später noch mit Mareike und mich mit Paula auf einen Tee getroffen. Heute war auch nicht wesentlich spannender muss ich zugeben, aber immerhin war ich unterwegs, auch wenn mein Hals mich immer noch nicht lebend sehen will habe ich das Gefühl. Louisa hat mir ein süßes Café in Rye gezeigt, die Pâtisserie Salzburg und es war auch echt schön. Ich hatte eine Quarktasche, die zwar der deutschen nicht gleich kommt, aber trotzdem gut war und die Atmosphäre war wirklich schön. Danach haben wir einen Abstecher bei Michael's gemacht, wo ich ein paar Sachen für die Adventskalender meiner kids besorgt habe und Louisa einen Großeinkauf für das Weihnachtspaket an ihre Familie gestartet hat. Trotz der Arbeit und meinem Hals war es ein schöner Tag :-) Morgen noch einmal arbeiten und am Donnerstag fahre ich schon nach Philadelphia um meinen alten Wohnort und die Mädels zu besuchen, ich freu mich schon!

Bis dann, ich gehe jetzt schlafen ♥

Das nenne ich mal einen Briefkasten!

Freitag, 22. November 2013

Weihnachtsplätzchen, Lunch, Brunch und Gingerbread House

Hallo ihr Lieben,

und jetzt der letzte "Teil" meiner Nachholbedarf-Serie. Dann bin ich nicht mehr hinterher und ihr wieder auf dem neusten Stand! :-)
Letzten Samstag bin ich nach dem Arbeiten in die Greenwich Ave zu Louisa gefahren. Bei einem gemütlichen Latte und einem leeeeckeren almond danish in der Black Forest Bakery (zu gut Deutsch: Milchkaffee mit Mandelplunder in der Schwarzwaldbäckerei) haben wir uns überlegt was genau wir backen wollen, denn es war Weihnachtsplätzchen-Backtag für uns. Ihre Gastfamilie hat uns tatsächlich erlaubt, ihre Küche zu nutzen, also waren wir für viel Geld einkaufen und haben dann mit Weihnachtsmusik vegane, deutsche Plätzchen gebacken. Hmmm. Leider wurden wir von ihrem Gastvater irgendwann ungalant rausgeschmissen und ihre Gastkinder haben trotz Warnung die Hälfte der Plätzchen gegessen, aber es war trotzdem total schön und ich bin sogar ein kleines bisschen in Weihnachtsstimmung gekommen, auch wenn es natürlich nicht das selbe war wie Zuhause.



Sonntag habe ich dann das erste Mal seitdem ich hier in Greenwich bin schön ausgeschlafen, das heißt bis um viertel nach neun ca. Meine Gastfamilie war bei einem Schachturnier von dem Jungen, deswegen hatte ich freies Haus und konnte mich gemütlich zum Brunchen fertig machen. Um halb zwölf hat Louisa mich dann abgeholt und wir sind zum Gingerman gefahren, einem Restaurant auf der Greenwich Ave. Brunchen heißt hier allerdings nicht Buffet, sondern eigentlich auch nur herzhaftes Frühstück/Mittag à la carte. Für mich gab es ein Spinat-Tomaten-Feta Omlett, welches auch sehr lecker war. Zu Trinken hatten wir uns einen vermeintlichen frischgepressten Orangensaft bestellt, welcher sich als Sekt mit O-saft entpuppte, yummie. Da hatten es dann doch wieder etwas Frühstücks-Feeling ;-) Was gibt es schöneres als ein prickelndes Gläslein Sekt und Kaminfeuer am Sonntagmorgen?

Oreo-Cheesecake mit Erdbeeren. Naja, eine.

Omlett mit Toast und Kartoffeln, dazu Sekt
Perfektioniert wurde der Tag mit einem kleinen Weihnachtsbummel in der Mall in Stamford, schließlich wird es langsam Zeit für Weihnachtsgeschenke. Was ich gekauft habe, kann ich natürlich nicht verraten. Am Abend habe ich mich dann noch einmal mit meiner Gastfamilie zusammengesetzt und dann ging am Montag auch die Arbeitswoche schon wieder los. Ich habe ganz fleißig Sport gemacht, nur mit der Ernährung klappt es nicht so :D Dienstag war ich im cfcf Kaffee trinken mit Sonja, die erst vor zwei Wochen angekommen ist und abends mit Louisa beim Asiaten in Port Chester Sushi essen. Ich hatte gebratene Nudeln mit Gemüse und eine vegetarische Sushirolle. Die zweite meines Lebens. Eigentlich war es in Alge gewickelter Reis mit rohem Salat, aber trotzdem ganz lecker und die Nudeln wirklich seeehr gut, hat sich gelohnt! Am Mittwoch war dann Clustermeeting bei Karen, wir haben Lebkuchenhäuser verziert, die verkauft werden und der Erlös an Kinder gespendet wird. Dort gab es natürlich auch wieder ziemlich viel zu naschen (nicht die Deko), also ein ganz böser Tag. Aber es hat super viel Spaß gemacht! Ich habe Kathryn aus England wieder gesehen und mit Louisa zusammen haben wir zu dritt ein Häuschen beklebt und ich muss sagen, es ist wirklich gut geworden. Das ganze Lebkuchendorf sah am ende ziemlich gut aus!

 


Tagsüber war ich zum Bilder machen am Wasser in Greenwich. der kleine Abschnitt, der nicht privat ist. Heute habe ich dann nicht so viel gemacht. Morgens mit Mama und Papa geskyped und Mittags mit Lisa, Paula, Sonja und Fabia (ohne Organisation, auch grade erst angekommen) bei Cosí Mittag essen. Und jetzt habe ich wieder Kopfschmerzen und bin immer noch nicht im Bett! Wird aber wirklich Zeit, also wünsche ich euch eine gute Nacht, meine Lieben. Auf dass der nächste Eintrag pünktlich kommt. 

Bis dann ♥

Donnerstag, 21. November 2013

Bummelbummelbummel im MoMA

Und weiter geht es! Ich habe einiges an Erzählung aufzuholen.
Wo war ich? Achja, nach meinem Geburtstag. In der Woche ist glaube ich nicht viel passiert, ich habe gearbeitet wie immer und war irgendwie ein wenig gestresst und sportmäßig gar nicht motiviert. Am Freitag hatte ich mich mit Louisa und Hannah in einem Café getroffen, mal nicht Starbucks. Irgendwann wird man diese Plastikbecher auch leid. Das ist total schön da, einer der wenigen Cafés oder Restaurants in Amerika, die auch Atmosphäre haben. Darauf wird hier, wie ich festgestellt habe, überhaupt keinen Wert gelegt. Leider hatte ich danach plötzlich ganz starke Kopfschmerzen und mir war schlecht. Und dann 10 stunden arbeiten, halleluja.. aber was will man machen, Tablette und durch. Samstag nach der Arbeit und einem kurzen Skype-Date mit Laura bin ich zu Hannah und Louisa in die "Stadt" bummeln. Ein bisschen Kaffee trinken und in teure Läden schnuppern. Abends hatten Louisa und ich dann noch so Lust auf Pizza, dass wir den Italiener ausprobiert haben, zu dem ich schon immer wollte. es war auch wirklich lecker muss man sagen und wir wurden nicht einmal rausgeschmissen nach dem Dessert, wie es sonst der Fall hier ist! Pure Begeisterung. Uns wurde sogar Wasser nachgeschenkt bis wir gegangen sind, das habe ich noch nie erlebt.
Am Sonntag ging es dann für mich nach New York. Ich habe mich mit Adrienn getroffen, der lieben Ungarin aus Philly von den Orientations ♥ Sie hatte noch eine Freundin dabei (auch eine Hanna) und zu dritt sind wir durch das MoMA geschlendert, das Museum of Modern Art. Das war ein schöner Tag in NYC! Langsam wird hier alles weihnachtlich dekoriert und man kommt richtig in eine Kuschelstimmung.
Montag wollte ich eigentlich mit meiner Familie reden, aber der Babysitter war da, statt Dienstags, also hatte ich nur kurz mein Vorhaben erwähnt und sie waren ganz aus der Bahn geworfen und wollten wissen was los ist. Da habe ich ihnen dann endlich mitgeteilt, dass ich gerne nach Hause möchte. Puuuh, geschafft. Dienstag haben wir dran richtig drüber geredet, zum Glück waren sie nicht sauer, sondern nur überrascht und wohl etwas traurig, weil mich die kids so gerne mögen und aus ihrer Sicht bisher auch alles super lief. Naja, so ist es. Zum Glück gab es wenigstens gegen meine Kopfschmerzen und zur Entspannung von Daniela eine Nacken- und Schultermassage und ich habe wir ein Wärmepatch gekauft gegen die Verspannung. Mittlerweile ist es auch wieder besser, aber wenn die Kopfschmerzen daher rühren habe ich hier ohne Physiotherapeuten echt ein Problem.
Freitag war dann irgendwie gar nicht mein Tag. Ich war verwirrt, traurig, schlecht gelaunt und alles ging drunter und drüber. Fast hätte ich vergessen den Jungen in der Schule abzuliefern! Freitags muss er immer früher hin. Beim Yoga war es auch merkwürdig, die class war rappelvoll, da dachte ich, muss es ja besonders gut sein. Aber der Yogalehrer war einfach nur merkwürdig. Ab hab 12 ging auch schon die Arbeit wieder los und ich hätte mich am liebsten einfach ins Bett gepackt. Aber auch solche Tage gehen vorbei. Und dann war schließlich auch schon wieder Payday und Wochenende und die Stimmung wird automatisch besser!

Mandelsroissant im cfcf

Winterwonderland! ♥


 
MoMA als gefakter Fairfield Student für.. Financial Business?

Pie Face :-)

Mittwoch, 13. November 2013

Huhu! Von Uni und Kuchen am Ehrentag

Hallo ihr Lieben!
Jetzt habe ich mich wirklich schon ewig nicht mehr gemeldet. Ich habe das Gefühl, das schreibe ich jedes Mal, aber irgendwie rennt die Zeit einfach und ich komme gar nicht dazu mich hinzusetzen und meine Erlebnisse niederzuschreiben.
Was ich während der letzten paar Tage im Oktober gemacht habe weiß ich gar nicht mehr so genau (war ja klar). Auf jeden Fall haben meine kids kein Halloween gefeiert, es sind halt Briten und keine Amis. Nur zur Schule ist die kleine mit Kostüm gegangen, als Belle von die Schöne und das Biest. Richtig zucker sah sie aus! Am Samstag, den 2.11 war unser Clustermeeting in New Haven, wir haben uns die bekannte Yale University angeschaut. Zum Glück haben meine Gasteltern mir in der letzten Minute sozusagen noch frei gegeben, weil Karen eine Rundmail geschickt hat, dass sie wenn möglich alle Au Pairs dabei haben möchte. Es hat sich auch wirklich gelohnt! Louisa ist gefahren, ich darf mit meinem Auto ja nicht so weit und habe auch kein Navi, Paula haben wir mitgenommen. Der Campus ist wirklich beeindruckend und die Führung war total interessant. Es gibt alleine 22 Bibliotheken in der Uni! Verrückt, oder? Ein Jahr ist mit 50.000$ allerdings auch nicht ganz günstig. Paula war danach beim Footballspiel und Louisa und ich haben währenddessen einen Kaffee getrunken, uns Yale-Pullis gekauft (um so zu tun als wären wir reich und schlau) und meine gestohlene Tasche gesucht.
Nachdem wir wieder in Greenwich angekommen waren, haben Louisa und ich beschlossen nach einem kleinen dinner bei Cosí zu mir zu fahren zum Kürbisbrot backen. Als wir irgendwann fertig waren kam auch noch Lisa vorbei, die grade Schluss hatte und wir haben bei einer Tasse Tee bei mir oben gequatscht und selbstgebackenes Brot und Lebkuchen aus Deutschland genascht. Am Sonntag hatte ich meine Mädels hier zu einem verfrühten Geburtstagsbummel eingeladen. In Amerika ist es ganz üblich seinen Geburtstag vorzufeiern oder wann immer man auch Zeit hat, so dachte ich mir, kann ich das auch. Auf einem Montag Geburtstag haben ist einfach blöd, wenn alle arbeiten müssen. Deswegen sind wir nach White Plains in die Mall gefahren und haben dann einen leeeckeren Cheesecake in der cheesekacefactory verköstigt. Für mich gab es dort auch schon das erste Geburtstagsständchen von der Crew :-)
An meinem Geburtstagstag wurde dann von meiner hostfamily noch einmal richtig für mich gesungen, das war süß! Die kids haben mir eine Karte gebastelt und ein kleines Geschenk gab es auch. Leider ist meine hostmum an dem Tag Zuhause geblieben, weswegen ich kein Auto und auch irgendwie nicht so viel Bewegungsfreiheit hatte, aber ich konnte oben mit meinen Geschenkchen und meinem Laptop sitzen, da war alles gut. Natürlich habe ich mit Mama und Papa geskyped und mit Manuela, von der habe ich ein ganz liebes Paket bekommen. Von meinen Mädels hier gab es auch etwas und zwar einen Schneebesen und Measuringspoons, weil ich mich immer beschwere, dass die Familie nichts hat. Sogar ganz schick in dunkelrot von KitchenAid!
Dann bin ich zum Diner gelaufen, bzw. wurde auf halber Strecke von Hannah abgeholt und wir waren Mittagessen. Paula kam dazu und etwas später auch Lisa, es war richtig gemütlich. Nach dem Zurücklaufen war leider auch nicht mehr viel Zeit, ich habe kurz mit Lisa geskyped und dann ging meine Arbeit auch schon wieder los. Abends sind Louisa und ich spontan zu Mecces gegangen zum Tee trinken :D Und dann war mein Burzeltag auch schon wieder vorbei. Ach nein, bevor ich mit Louisa losgefahren bin, habe ich noch ein echt amerikanisches, kleines rosa Törtchen von meiner family geschenk bekommen, süüüüß.
Was dann geschah.. lesen sie in der Fotsetzung?



Paula, Louisa und ich :D


Dienstag, 29. Oktober 2013

Kürbiskopf und Spicegirldouble


Hallo ihr Lieben!

Ich melde mich auch mal wieder. Weiter geht es, wo es geendet hat. Letzten Mittwochmorgen fand das besagte Pumpkin-Carving-Clustermeeting statt. Wir waren bei Marie, der Counselorin des anderen Clusters, mit dem wir alles zusammen machen Zuhause. Jeder hat sich einen Kürbis und wenn man hatte ein paar Sachen zum schnitzen mitgebracht. Wir wurden auch gut versorgt, es gab Äpfel mit Karamelldip, Kürbiskuchen und Minidonuts zu knabbern und heißen Apfelpunsch zum wärmen. Ich habe ein paar neue Au Pairs kennen gelernt, was wirklich schön war! Pumpkun Carving macht sooo viel Spaß! Man kann richtig ausgiebig im Glibbermatsch rumsabschen und vollsauen und sich beim schnitzen kreativ ausleben, wenn man denn will. Sollte ich jedes Jahr machen. Donnerstag war ich im Fitnessstudio und musste arbeiten und Freitagabend habe ich mich mit Kathryn aus Nordengland beim Italiener zum Dinner getroffen. Für mich gab es Cranberry-Walnuss-Salat mit Zitronenvinaigrette, der total lecker war. 





Samstagmorgen musste ich arbeiten, den restlichen Tag habe ich mit Louisa verbracht. Wir waren zum ersten Mal hier in Greenwich am Wasser und danach einen Kaffee trinken im Table Communale. Schnell noch eine Tüte Nachos gekauft und dann ging es zu mir zum Fertigmachen. Unser Plan für den Abend war nämlich eine Halloween-Houseparty in Fairfield! Also rein in die "Kostüme" und acht Schichten Make-up aufgelegt, los ging es als Hexe und Halloween doll. Auf dem Weg haben wir Ronja, eine super liebe Schwedin und zwei Mädels die eine Mitfahrgelegenheit brauchten eingesammelt. Das Haus der Party haben wir dann leider erstmal nicht gefunden. Es waren gefühlte Minus 3 Grad, wobei ich im Kleidchen ohne Jacke eher mäßig passend gekleidet war, aber nach einem kleinen Marsch, fanden wir das besagte Haus direkt vor unserem Auto. Hallelujah, war das sinnvoll. Das Haus war klein, weil es eine Studentenbude war, aber fein und vor allem voll, was aber echt gut war! Meine Nachos waren leider etwas fehl am Platz, es gab eher Flüssiges statt Festes, aber was soll's. Irgendwer hat sie wohl trotzdem gegessen :D Die Leute, besonders die Amis die da waren, waren super nett und lustig drauf, es hat richtig viel Spaß gemacht. Natürlich waren auch haufenweise Au Pairs da, aber auch da habe ich nette Bekanntschaften gemacht und da wir mit einer Schwedin unterwegs waren, haben wir auch den kompletten Abend über nur Englisch gesprochen. Um vier war ich dann im Bett, nur leider...

Ronja, Louisa und ich
...musste ich um halb acht auch schon wieder aufstehen. Aber das hatte ich mir selbst "eingebrockt", in NYC wartete nämlich Laura, meine süße Italienerin aus Philly auf mich. Wir sind zusammen zu Madame Tussaud's gegangen (nachdem ich eine Stunde später gekommen war, wegen dem komischen Zug). Den Eintrittspreis war es mit fast 40$ zwar nicht wert und das in Berlin hat mir auch ein wenig besser gefallen, aber gut war es trotzdem! Und allgemein war es einfach schön Laura wiederzusehen und mit ihr quatschen zu können. Zum nachmittags-lunch-dinner waren wir in Ellen's Stardust, wo ich am Anfang meiner Amerika-Zeit schon mit Jessi war. Ein paar Kellner vom letzten Mal waren sogar noch da, aber größtenteils hat sich die Belegschaft geändert. Ich hoffe für sie zum positiven, also dass sie es auf den Broadway geschafft haben. Sehr eindrucksvoll singen konnten diese Kellner aber auch wieder! Um 5pm musste Laura schon zurück zum Bus und ich habe mich auch auf den Heimweg zur Grand Central Station gemacht, am Zara und Forever 21 vorbei. Ich hoffe, ich kann Laura und die anderen noch einmal in Philly besuchen kommen und sonst natürlich in Italien :-)
Heute war es dann wieder nicht so spannend. Ich habe gearbeitet, die Kleine war ganz komisch drauf und furchtbar unkonzentriert, hat nicht gehört und nur Quatsch gemacht, sodass wir fast drei Stunden für ihre Hausaufgaben gebraucht haben. In meiner freuen Zeit habe ich zwei Stunden mit Tabea geskyped (♥ für dich) während ich vergebens auf meine Eltern und Mareike gewartet habe und war dann spontan mit Hannah einen Kaffee trinken. Sie ist greade am Wochenende angekommen und kommt auch aus dem rematch. Das verrückte ist, dass wir sogar die selbe Person kennen, sie war mit Josi auf den Orientation Days von Cultural Care, welche in Philly in meiner Nähe gewohnt hat, wir haben uns ein paar mal getroffen. Wie klein Amerika doch ist!







Mittwoch, 23. Oktober 2013

Lebkuchen macht das Leben schöner

Hallo ihr Lieben,

ich hatte eben einen ganz tollen abend. Es ist nichts Spannendes passiert, außer dass ich mich mit Paula bei Mecces getroffen habe auf ein Eis, aber es war einfach schön mit ihr zu quatschen. Irgendwie hat mich das Gespräch mit ihr aufgebaut, dass sie trotz ihrer nicht so grandiosen Familie hierbleiben möchte und allgemein was für ein ehrlicher und positiver Mensch sie ist. Danke Süße, es ist schön dich kennen zu lernen :-) Nur den Typen hinterm Schalter sollte man nicht mehr unter Leute lassen, da werde ich doch leicht gereizt :D
Die kids waren heute ziemlich lieb im Gegensatz zu gestern, dem Katastrophentag in jeder Hinsicht. Sogar meine Gasteltern haben mehr als die ganz nötigen Worte mit mir gewechselt, also alles in allem nicht ganz so deprimierend. Was mich außerdem noch aufmuntert...
...mein Paket ist endlich angekommen! Ich habe mich gestern abend soooo gefreut als ich es endlich aufmachen konnte und gleich eine kleine Packung Lebkuchen aufgemupfelt, während ich Weihnachtsmusik gehört habe. Nicht einmal die selbstgemachte Marmelade hat der Zoll entdeckt, so ist es nach einer dreiwöchigen Reise komplett heil und ungeöffnet angekommen. Damit hatte ich fast nicht gerechnet. Morgen wird dann erstmal schön Marmeladenbrot gegessen, heute bin ich da noch nicht zu gekommen. In meinen paar freien Stunden tagsüber war ich beim Kickboxen und danach in der Mall in Stamford, weil Louisa und ich noch ein paar Sachen für unsere Halloweenverkleidung brauchten (und auch leider immernoch brauchen). Bevor ich wieder heim gefahren bin, bin ich beim Shop Rite vorbei gedüst, hatte nämlich noch ein bisschen Zeit weil ich die Arbeit morgens extra im Akkordtempo erledigt hatte. Dieser Markt ist so riesig. Es ist unfassbar, dagegen ist sogar der deutsche Großmarkt ein Fliegenschiss und alles nur für den Privatgebrauch, also nicht mal Großmarktgrößen, sondern einfach nur Ami-Haushalstsgrößen. (Was natürlich den deutschen Großmarktgrößen entspricht, aber egal.) Und wisst ihr was ich dort gefunden haben? Na? Na? Hershey's Cinnamon Chips zum Backen! Wuppis ich komme! Nachdem ich schon alle anderen Märkte abgeklappert habe, hatte ich echt kaum noch Hoffnung, aber dort gibt es sie. Ich habe erstmal nur zwei Packungen gekauft, aber es folgt mehr.. schließlich gibt es sie nur in den USA.
Naja und was vor Montag passiert ist, seht ihr ja in meiner.. "Bilderreihe". Ich war mit Lisa in Port Chester bummeln, wo ich mir lebenswichtige Backsachen bei Michaels gekauft habe. So für Motivtorten, während ich hier ja in einer Küche ohne Schneebesen oder Sparschäler total gut aufgehoben bin. Und zusätzlich mit Paula und Lisa bei McDonald's zum reden und Apfeltasche essen. Freitag mit unserem neu gewonnen Freund vom Oktoberfest teuer Bowlen und in einer Art
Gruselkabinett im Maisfeld. Nur ohne Kabinett und ohne Mais irgendwie und gegruselt haben wir uns auch nicht wirklich, aber unterhaltsam und lohnenswert war es allemal! Wenn einem dann noch der Eintritt spendiert wird, beklagt man sich nicht. Und sonst Stress, Arbeit, Fitnessstudio, Starbucks, Rachenentzündung, Beschwerden der kids über das immer gleiche Essen, welches aber leider so auf dem unveränderbaren Plan steht, das Übliche halt.
Morgen ist als Clustermeeting Pumpkin Carving angesagt. Ein Carvingtool habe ich mir schon besorgt (in meinem "ohhhhh, das MUSST du haben"-Rausch bei Michael's), nur der Kürbis fehlt noch, aber der wird morgen früh bei Whole Foods gekauft, nachdem stop&shop und A&P fresh heute Nacht keine mehr hatten. Mal sehen wie es wird, ich freue mich ein paar neue Gesichter zu sehen.
Bis dahin, macht's gut :-)

Montag, 21. Oktober 2013

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.. oder so


Deutsches Essen auf dem "Oktoberfest"
die Trachten :D
 
wie war das mit deutschem Essen?
Bowling in White Plains

Shoppen bei Michael's

Blödeln bei Mecces mit Lisa und Paula

Sweeeeeet ♥






Sonntag, 13. Oktober 2013

Curry, Käse und Blumenkohl

Hallo ihr Lieben!

Mir ist eigentlich gar nicht nach schreiben, aber da der Blog auch irgendwie als mein Tagebuch fungiert und meine Erinnerungen an alle die schönen Dinge, die ich erlebt habe, festhalten soll, wird es mal wieder Zeit. Eben grade habe ich Lisa und Louisa verabschiedet, wir haben "Crazy, Stupid Love" bei mir geschaut und ein wenig bedauert, dass unsere Freunde jetzt aus sind und feiern, während wir an einem Samstagabend nur DVD schauen. Ich mag Julianne Moore wirklich gerne als Schauspielerin, ich weiß auch nicht warum, aber irgendwie ist sie sympathisch. Und so schöne, rote Haare hätte ich auch gerne. Dabei haben wir Mikrowellen-Popcorn (natürlich gesalzen) und vegane cookies aus dem Whole Foods geknabbert. Dort hat mich heute nachmittag auch eine Frau Käsefrau angesprochen und irgendwie kamen wir dadrauf, dass es eine tolle Idee wäre, wenn ich mich auch in Läden stelle, um Käseproben an Leute zu verteilen. Ja, das wäre es! Wir haben also Emailadressen ausgetauscht, ich glaube trotzdem nicht, dass da etwas bei rauskommt. Aber man sollte niemals nie sagen. Obwohl ich Eis oder Backwaren verteilen aufregender fände, im Whole Foods gibt es immer so tolle, spannende Proben. Heute habe ich zum Beispiel Matcha-Tee-Eis probiert. Wo gibt es denn bitte so etwas in Deutschland?
Meine Gastfamilie ist gestern abend losgefahren zum mystic seaport, seitdem habe ich sturmfrei. Abends bin ich dann auch gleich nach Stamford gefahren und habe mich mich Nadine und Rabea getroffen. Erstere ist nämlich Freitagsmorgen erst mit dem Flieger angekommen, Rabea wohnt in meiner Nähe, wir waren alle zusammen auf den Orientation-days und schreiben immer. Verrückt Nadine zu sehen, aber so schön mit den beiden! Heute morgen habe ich mit Papa geskyped und bin dann zu Michelle gefahren. Sie ist am selben Tag wie ich hier in Greenwich angekommen, wurde allerdings heute aus ihrer Gastfamilie beschlossen, da sie beschlossen haben, dass sie doch kein Au Pair für ihre Kinder wollen. Sowas hätte man sich vielleicht vorher überlegen sollen, die Arme schläft diese Nacht schon in einem Hotel und war verständlicherweise total fertig. Wir waren mit Elena und einem Kumpel etwas essen und dann noch bei Starbucks zu reden. Danach wie gesagt zu Whole Foods, habe mir Currypulver etc. gekauft bis ich mich mit Louisa getroffen habe. Zusammen sind wir zur Bibliothek gegangen und haben die Zeit totgeschlagen bis der Inder aufmacht, bei dem Louisa unbedingt essen gehen wollte. Ich hatte keinen großen Hunger und habe mir nur Blumenkohl mit Reis bestellt, aber der war sooooo lecker! Ihr glaubt es nicht, ich hätte mich reinlegen können. Ich glaube fast, das war das beste, was ich hier seit langem oder sogar je gegessen habe. Und das, obwohl es indisch war und ich in den USA bin. Danach haben wir uns eben mit Lisa getroffen. eigentlich wollten wir ins Kino, aber wir haben dann doch beschlossen, dass wir das Geld lieber sparen sollten :D
Morgen geht es zu Elena's Geburtstags-Lunch nach Stamford und zum Oktoberfest nach White Plains. Morgens skype ich mit Mareike und Neele ♥ und hoffentlich schaffe ich es dazwischen noch schnell zum Fitnessstudio.
Letzten Dienstag hatte ich ein Gespräch mit meiner Counselorin Karen, was ich nicht so gut finde in meiner Familie und womit ich nicht zurecht komme. Sie war total hilfreich und lieb zu mir! Mittwoch hatten wir dann das Gespräch mit meinen Gasteltern. Irgendwie hat es nichts gebracht, ich habe trotzdem kein W-lan im Zimmer und bekomme kein Au Pair Handy wie alle anderen, aber immerhin steht Karen voll hinter mit und unterstützt mich bei allem. Gut zu wissen, dass jemand für einen da ist, statt in allem denjenigen zu unterstützen, der zahlt (nämlich die Familien).
Sonst habe ich gearbeitet, war Kaffee trinken und im Fitnessstudio, wie immer. Achja und am Freitag habe ich mit der Kleinen zusammen Haferflocken-Kekse gebacken. Da war ich dann ein kleiner Held;)

Gute Nacht, bis demnächst!



Elena, Louisa und ich im amerikanischen Diner "Lucky's"

indisches Essen in den "Mumbai Times"