Montag, 23. September 2013

Riesenbrezeln, Kofferkampf und Clustermeeting

Hallo ihr Lieben!

Meine letzten zwei Arbeitstage waren anstrengend, aber okay. Ich war mit den kids auf dem Spielplatz und in der Bibliothek, sie hatten ein paar Playdates etc. Am Freitagnachmittag vor Tennis bin ich mit den beiden jüngeren zu hope's cookies gefahren und habe ihnen ein großes Eis ausgegeben zum Abschied! Leider lernen reiche Kinder wohl nicht danke zu sagen, aber das habe ich mir dann dazu gedacht. Für den Großen habe ich einen M&M-Cookie mitgebracht, der hat sich gefreut. Nach der Arbeit bin ich zu Sandra gefahren, sie hat sich zum ersten Mal an Apfelstrudel versucht und er ist ziemlich gut geworden. Wir haben gequatscht und einen kleinen Serienmarathon auf ihrer gemütlichen Couch gemacht. Am Samstag haben wir uns dann auch gleich schon wieder gesehen, sie ist nämlich um 11Uhr mit Grieß vorbeigekommen, den sie gekauft hatte, aber auf Grund eventueller Nüsse nicht mit nach Hause nehmen durfte (hostchild hat eine Allergie). Also hat sie ihn mir geschenkt und wir haben uns Grießpudding mit Zwetschgenkompott gekocht, das kennen die Amis gar nicht. Danach sind wir mit Angelina mit dem Zug nach Philly zum Phialdelphia Oktoberfest gefahren. Man kann es nicht wirklich Oktoberfest nennen, weil es winzig war, aber es gab Kartoffelsalat, Sauerkraut, Bier (Warsteiner), Berentzen! und Brezeln, ganz viele bayrische Flaggen und die Kapelle "Heimatklänge", welche tatsächlich deutsche Lieder gespielt hat! Zur Unterhaltung wurden Volkstänze von einer Trachtengruppe aufgeführt und es gab einen Maßkrug-Stemm-Wettbewerb, bei dem man ein Jahr lang Freibier im Brauhaus Schmitz gewinnen konnte. Also alles in allem recht gut gemacht und es kam ein wenig Heimatstimmung auf, auch wenn ich nicht aus Bayern bin. Aber einfach unter einem Zelt auf (nicht ganz echten) Bierzeltgarnituren das Fliegerlied oder Anita zu hören oder gröhlen war grandios und sooo deutsch! Ich habe mich dann noch ewig mit einem Amerikaner aus New Jersey unterhalten, der ganz begeistert davon war echte Deutsche zu treffen, das war wirklich nett. Nachdem wir wieder zurück waren sind Sandra und ich noch zu einem Park gefahren, wo ein Konzert stattfinden sollte. Nach einem Lied hat die Band allerdings eingepackt, weil es genieselt hat also wurde daraus nichts. Trotzdem gab es frei Popcorn, Kekse und allerlei andere Sachen von den Sponsoren und das geplante Feuerwerk wurde vorgezogen, es war beeindruckend. Das war ein wirklich schöner Tag :-)
Heute hatten wir Clustermeeting im Hard Rock Café. Morgens habe ich für meine Mädels noch schnell Muffins gebacken (und natürlich sofort Ärger bekommen, was mir denn einfiele die Küche zu benutzen, jemand anders könnte sie ja gebrauchen, ich solle doch bitte vorher um Erlaubnis fragen und sowieso hätten sie mir verboten zu backen und ich mache ja alles immer so dreckig - aha), dann mit Mareike♥ geskyped und ein paar Sachen gepackt, um 14Uhr bin ich mit Barbara und einem Starbucks-Kaffee in der Hand in die downtown gefahren. Ich wollte es noch ein mal ausnutzen, dass es in Pennsylvania keine Steuern auf Klamotten gibt, bevor ich nach Connecticut ziehe ;-) Habe sogar ein paar Sachen gefunden, jetzt muss es nur noch so kalt und herbstlich werden, dass ich sie auch tragen kann. Das Essen im Hard Rock Café war so lala, schlechter als in London auf jeden Fall, aber es war nett mit den Mädels zusammen zu sitzen und auch ein paar Mädels aus den anderen Clustern zu sehen, da es ein großes Treffen mit mehreren Clustern aus der Gegend war. Leider habe ich bei meinen zwei Philadelphia-Besuchen schon wieder vergessen Postkarten zu kaufen. Ich glaube aber langsam es gibt auch gar keine, da ich nie, aber wirklich noch nie welche gesehen habe. Dann haben wir uns wieder auf dem Heimweg gemacht und nachdem ich Babsi wieder Zuhause abgesetzt habe, habe ich mich Zuhause ans Packen gemacht. Und bin natürlich immer noch nicht fertig. Ich bezweifle wirklich, dass das alles in meinen Koffer geht. Wie kann sich nach zweieinhalb Monaten so viel neues Zeug ansammeln, dass es nicht mal mehr in eine Extratasche passt?!
Morgen früh ziehe ich dann zu Sarah, sie holt mich ab und Ab Dienstag oder Mittwoch gehe ich zu Chrissy, bis ich am Donnerstagabend zu meiner neuen hostfamily darf. Es ist komisch ohne Zuhause zu sein, aber zum Glück habe ich hier gute Freunde gefunden mit denen das alles kein Problem ist :-) Jetzt gehe ich gleich schlafen, nachdem ich hoffentlich den Kampf gegen den Koffer gewonnen habe.

Gute Nacht!


Hope's Cookies
Grießpudding
Wursthaus Schmitz mit einem Regal voller deutscher Spezialitäten
  
Riesenbrezel auf dem Oktoberfest
       



importiertes Dr. Oetker Marzipan - man beachte den Preis!

Zimtmuffins mit Blaubeer-Kirsch-Füllung
mit den Mädels vorm Hard Rock Café
Veggieburger mit Pommes





Donnerstag, 19. September 2013

Schwupps: neue Familie!

Hallo ihr Lieben!

Mittlerweile bin ich nicht mehr familienlos, denn ich habe vorgestern mit einer Familie aus Greenwich, Connecticut gematcht. Aber zuerst was sonst so passiert ist seit meinem letzten Post. Ich hatte ja schon geschrieben, dass ich am Samstag das erste Skype Date haben werde, eben mit dieser Familie. Es lief auch echt super, wir haben eineinhalb Stunden geredet und gleich ein neues Date für den nächsten morgen abgemacht. Den Tag über habe ich bei Sandra verbracht zum Backen. Vorher einkaufen (nur organic und ohne "may contain..", "made in a facility that also processes.." oder "shared equipment with.. nuts, peanuts, treenuts or sesame seeds" - wenn sonst nichts ist) und dann gab es herrliche Zimtschnecken mit Zuckerguss und einen leckeren Zwetschgendatschi mit dunklen Pflaumen statt Zwetschgen :D Hmm war das schön. Abends bekam ich dann doch tatsächlich wirklich mal ein Kompliment für meine Backkünste: Der Große meinte zu mir, ich sei das erste Au Pair dass soo viel kocht und backt und er finde das gut, hihi.
Am Sonntag musste ich wieder arbeiten, aber erst habe ich nochmal mit der hostfamily und den kids geskyped, die mir das Haus gezeigt haben etc. Danach kam eine Mail, dass sie mich total nett finden, sich mich super in deren Familie vorstellen können und gerne mit mir matchen möchten. Und noch tausend Informationen über vorherige Trips, kommende Trips, die Geburtstage der kids die diese und nächste Woche sind und so weiter. Abends habe ich mit meinen beiden Jungs Pizza selbst gemacht und sie hatten suuper viel Spaß!
Montag habe ich mich mit Sandra und Angelina & ihrer 2-jährigen (sooo zucker!) auf einen Kaffee getroffen und bin dann weiter zum Lunch mit Sarah und Barbara zu Panera Bread gefahren. Nachmittags wurden dann von J, A und mir nochmals Zimtschnecken gebacken, da sich beschwert wurde, keine abbekommen zu haben. Und den Nachmittag muss an ja auch irgendwie rumkriegen ;-) Am Abend habe ich dann der Familie aus Greenwich geschrieben und endgültig zugesagt, dass ich zu ihnen kommen werde, sobald meine Familie hier ein neues Au Pair gefunden hat. Ich weiß also noch nicht genau wann das sein wird, aber in den nächsten zwei Wochen werde ich wohl umziehen!
Dienstag war es dann soooo toll, ich habe mich nämlich mit der liebsten Adrienn mal wieder getroffen! Erinnert ihr euch an meine Zimmernachbarin aus Ungarn von den Orientation Days? Der morgen mit ihr war so zauberhaft. Wir haben uns in Manayunk verabredet, einem Stadtteil von Philadelphia, den wir beide gut erreichen können und sind im Volo coffeehouse Caffé Latte trinken und dann noch ein bisschen durch die Straßen bummeln gegangen. Thank you my love ♥ Wir haben uns versprochen, dass ich sie besuchen komme und sie mich natürlich auch, ich hoffe das wird klappen.
Heute morgen konnte ich schön ausschlafen, weil ich die kids nicht zur Schule bringen musste. Nicht, weil sie keine Schule hatten, sondern weil die Schule schon um 12 Uhr aus war, die Eltern abends weg und ich sonst länger als 10 Stunden hätte arbeiten müssen (was ich ja laut Vertrag nicht darf). Also haben sie ihre Sprösslinge mal selbst geweckt, Frühstück gemacht und zur Schule gefahren. Irgendwie werde ich ja doch nicht gebraucht hier... ;-) In meiner freien Zeit war ich am Suburban Square mit einem Kaffee und den Mädels. Nachmittag hat A zwei Stunden Gymnastik, in der Zeit muss ich den Kleinen för gewöhnlich bespaßen. Leider war der große Spielplatz zu dem wir sonst immer gehen gesperrt. Das war besonders schade, weil das Wetter so herbstlich schön war, zwar nicht allzu warm aber soooo sonnig. Naja, schnell einen Kaffee geholt und die restliche Zeit im Zuschauerraum der Turnhalle verbracht. Jetzt nach 10 Stunden Arbeit bin ich ein bisschen platt, aber morgen früh geht es mit 10 weiteren Stunden weiter (another random jewish holiday -> no school).

Zu meiner neuen Familie:
Sie wohnen in Greenwich, einem Ort am Wasser in Connecticut, der als Vorort der Reichen von New York gehandhabt wird. Die Familie besteht aus hostmum (A), hostdad (H), hostchild 1 (S, 5 y.o.) und hostchild 2 (P, 9 y.o.). Die Eltern kommen ursprünglich aus London, weswegen sie immer noch einen britischen Akzent und hoffentlich auch ein europäisches Verständnis der Kindererziehung haben. Das Haus ist schön groß, überall steht ein bisschen was rum (nicht so klinisch leer, sondern also ob... man Kinder hätte!), ich habe mein eigenes Zimmer und darf Gäste einladen. Ich darf Backen/Kochen und sie feiern Weihnachten. In der Theorie kann nichts mehr schief gehen :p Sobald ich weiß wann ich umziehe, sage ich euch Bescheid. Meine Adresse kenne ich aber jetzt schon, wer mir also einmal schreiben möchte, bitte nachfragen! Der Brief soll ja auch ankommen.

Alles Liebe, Herzen und Küsse für euch!

Zwetschgendatschi

mollig-wärmende Gemüsesuppe und Salat bei Panera Bread

Zauberhafter Caffè Latte im Volo in Manayunk mit Adrienn

"Pretzel Park" 

"real" (american) Pretzel


Zimtschnecken von den Jungs und mir

Samstag, 14. September 2013

You're gonna miss me when I'm gone..

Für alle, die es noch nicht wissen, gibt es jetzt Neuigkeiten: Seit Dienstag bin ich im rematch, was heißt, dass ich auf der Suche nach einer neuen Gastfamilie bin.
Vielleicht wundert ihr euch jetzt (oder auch nicht), da ich in meinem Blog eher wenig über die Probleme mit meiner hf geschrieben habe, aber ich habe lange darüber nachgedacht und mich dazu entschlossen. Mein Gefühl sagt mir einfach, dass ich kein ganzes Jahr hier verbringen kann. Ich hatte bisher eine sehr schöne Zeit und ich habe super liebe, tolle Menschen, besonders Au Pairs kennen gelernt, die ich ungerne verlassen mag, aber die einzige andere Option für mich wäre im Moment nach Hause fahren und das möchte ich noch lange nicht. Meine Counselerin unterstützt mich sehr gut bei der Suche einer neuen Familie, sie gibt meine Kontaktdaten fleißig an ebenfalls kurzfristig suchende Gasteltern weiter, wovon sich bisher zwei gemeldet haben. Ich hoffe, es nimmt alles seinen Weg und ich finde in dem vorgegebenen Zeitrahmen von zwei Wochen ein Heim, wo ich mich wohler fühle als hier! Wenn nicht muss ich leider zurück fliegen, aber dieses Risiko nehme ich gerne in Kauf. Wenn es etwas Neues gibt, dann melde ich mich natürlich :-)

Sonst war ich die letzten Tage lunchen mit Josi, brunchen und Bagels essen mit den Mädels und Tee trinken bei Sandra. Heute hatten die kids mal wieder frei (jüdischer Feiertag), sodass ich von 11 bis 21Uhr arbeiten musste. Wegen einem Missverständnis durfte ich dann bestimmt 4 Stunden im Auto verbringen und das mit einem 4-jährigen. Leute, ich rate euch davon ab, falls ihr es vermeiden könnt! :D Morgen habe ich dafür aber frei und mein erstes Skype-Date sowie eine baking-session mit Sandra geplant ♥


Brunch in der Corner Bakery

Bananenmuffin mit "wunderschönem" Frosting aus der Tube

trauriges Spielplatzpferdchen in Philly downtown

Dienstag, 10. September 2013

"Die Woche danach"

Hallo ihr Lieben!

Seit genau einer Woche bin ich wieder fleißig wie ein Bienchen am Arbeiten. Mein Großer musste schon zur Schule, die anderen beiden aber noch nicht, da letzten Montag Labor Day war (sogar ich hatte frei! leider zählte das aber auch als mein einziger freier Tag in der Woche..) und ab Mittwochabend war Rosh Hashanah, das jüdische Neujahr. Also waren meine Tage wie die Woche vor dem Urlaub schon, ich musste hauptsächlich tagsüber arbeiten und die kids bespaßen, also zum Park oder zu Playdates fahren. Für den Feiertag hat meine hm wieder Challa gebacken, ein traditioneller Hefezopf und der Vater hat ein dinner gekocht mit Äpfeln und Honig als Nachtisch, die ein süßes Jahr versprechen sollen.
Samstag habe ich mich mit Sandra zusammen auf dem Weg in die Mall gemacht, wo wir ein bisschen Shoppen waren und uns ein Stück Cheesecake zum Mittagessen gegönnt haben. Das war so schön, vor allem, weil ich auch noch ein paar Schnäppchen machen konnte und es natürlich immer viel Spaß mit Sandra macht! Abends war ich eigentlich um 18Uhr zu Chrissy's Geburtstagsfeier eingeladen, aber ich musste von um 19-24Uhr Babysitten, meine hps sind dann sogar erst um 1 gekommen, aber ich bin trotzdem noch hingefahren, weil es ein sleepover war. Wir hatten auch echt viel Spaß, war eine gute Entscheidung nicht Zuhause geblieben zu sein! Am Sonntag hieß es ursprünglich um 11 arbeiten, aber zum Glück habe ich vorher eine SMS geschriebenund nocheinmal nachgefragt, so wurde 13Uhr draus. Die anderen sind zu target gefahren und ich zum Haus, wo mir dann mitgeteilt wurde: "Ach eigentlich brauchen wir dich gar nicht.. aber du kannst trotzdem 1-2 Stunden auf die Kinder aufpassen, dann fahren wir los." Aha.
Heute ging auch für den Kleinen die Schule, bzw. der pre-Kindergarden los, also habe ich ab jetzt wieder den "normalen" Stundenplan: Morgens arbeiten, mittags frei, nachmittags/abends arbeiten. Zuerst habe ich mich mit Susan, meiner Counselerin getroffen, dann war ich beim Giant (ein groooßer Supermarkt) um mir vegetarische Pop Tarts zu kaufen, da die originalen Gelatine im Frosting enthalten und dann habe ich mich mit der lieben Sandra bei Starbucks auf einen Kaffee und eben eine Pop Tart getroffen. Der Unterschied zum (unfrostet!) Original musste ja gleich getestet werden ;) Viel zu schnell war die freie Zeit um und ich habe den kleinen geholt. Wir durften aber Frozen Yogurt essen gehen, das war ganz schön (obwohl es natürlich mal wieder mehr nicht so schöne als schöne Augenblicke gab). Eben hatte ich ein Gespräch mit meinen hostparents über den Schulanfang und dies und das.
Morgen kann ich mich zum Glück auf etwas freuen und zwar: ich gehe mit meiner kleinen Mädelsgang brunchen. Haben uns zwar nur für das Ardmore Station Cafe entschiedem aber immerhin - Da soll es echt gutes Frühstück geben! Ich bin ja mal gespannt. An Brötchen kommt natürlich leider nichts ran, aber hey, dafür werden hier French Toast, English Muffin, (Belgian) Waffles und Eggs&Potatoes angeboten! Guten Hunger euch jetzt schon allen beim Frühstück :-)

Bis zum nächsten Mal ♥

Reese's Peanut Butter Cup Cheesecake mit Latte Macchiato
Original vs. Duplikat
bei Starbucks mit Caffé Latte in echtem Coffee Mug ♥


Prendre un verre à Montréal

Jetzt ist es schon über eine Woche her, dass ich aus dem Urlaub wiedergekommen bin und immer noch herrscht in meinem Blog eine Leere wie im Norden Kanadas. Leider hatte ich an den ersten beiden Tagen in Montréal keine Kamera dabei, aber vielleicht kann ich später noch ein paar Bilder von Rebekka einfügen! Also erstmal ein paar Worte ohne visuelle Untermalung und aus ferner Erinnerung.

Tag 5: Nach dem abenteuerlichen Umsteigen in Toronto ging es weiter zum Ziel, wo Rebekka bereits auf mich wartete. Der richtige Bus war schnell gefunden und auch unser Gastgeber ließ an der Haltestelle nicht lange auf sich warten. Von ihm und seiner Wohnung waren wir positiv überrascht! Bei couchsurfing weiß man ja nie wo man landet, aber es war wirklich nett. Auch wenn unser host leider nicht einmal ein Brötchenmesser, geschweige denn Lebensmittel (außer Bier und Becel) in seiner nagelneuen Küche besaß. Wir sind dann spätnachmittags losgetingelt um uns die Innenstadt anzuschauen und waren im "les 3 Brasseurs" essen und ein schönes, kühles Bier trinken! :D Abends hat uns unser host dann noch auf ein Bier/Glas Wein für mich in ein richtig nettes Restaurant/Bar/Biergarten eingeladen, nachdem wir ein paar essbare Dinge für das Frühstück besorgt hatten.


Tag 6: Früüüüühstück! :-)















...irgendwann geht es dann weiter mit der Erzählung. Immerhin habt ihr was zum anschauen!

Dienstag, 3. September 2013

... und sie träumt von Chicago


Hallo ihr Lieben!

Seit gestern bin ich aus dem Urlaub wieder da, also wird es Zeit etwas zu schreiben. Ich versuche mich kurz zu fassen, wer noch mehr wissen will, oder selbst einmal hinreisen möchte, kann mir gerne schreiben. Auch wenn wir so viel gemacht und erlebt haben, dass kurz fassen nicht einfach wird... aber ich will hier keine Romane verfassen (zumindest würde sie keiner lesen wollen...).

Rebekka und ich vor der Fontäne am Hafen
Tag 1: Zum Glück hat es geklappt, dass Angelina's hostmum mich früh morgens am Samstag mit zum Flughafen nahm. Sandra und sie sind nämlich zur selben Zeit in den Urlaub geflogen, nur nach Texas statt Illinois. Ich konnte also ganz entspannt in meinen Flieger steigen, sogar mit dem Ticket hat alles geklappt! Bei diesen E-Tickets habe ich immer meine Bedenken... Am Chicagoer Flughafen habe ich mich dann mit Rebekka getroffen, mit der metro und einem günstigen 7-Tages Ticket ging es weiter bis zum Wrigley Hostel. Dies liegt direkt neben dem bekannten Wrigley field (Baseballstadion) und ist super gemütlich. 8-er mixed room in einer umgebauten Wohnung, also zwei Bäder statt Gemeinschaftsduschen, ein chilliger Gemeinschaftsraum und eine Küche als zentraler Treffpunkt. Beim Gegend erkunden hat uns ein Mann zwei Karten für das derzeitige Baseballspiel geschenkt. Wir sind uns zwar ein bisschen veräppelt vorgekommen, kamen damit aber rein und konnten somit durch Zufall das erste Spiel unseres Lebens sehen! Nachdem wir uns eingerichtet haben, sind wir dann in die downtown gefahren um einen ersten Eindruck von Chicago zu bekommen. Und der war einfach nur wow! Wir waren an der "Bean" und am Hafen, später gab es noch eine super beeindruckende, kostenlose Tanzvorfühung im Millenium Park mit Ballettänzern, Contemporary und Flamenco Tanzgruppen aus New York, Philadelphia etc. Der Park war voll mit Amis, die sich natürlich - super vorbereitet - vorher mit Decken, Essen, Wein/Bier, Stühlen und sogar Tischen ausgestattet haben. Wir hatten nichts. Es war trotzdem wunderschön! Später im Hostel saßen wir noch mit anderen Gästen im "Wohnzimmer" und haben uns ein Bier aus der Region ausgeben lassen. Super nette Menschen dort :-)

Wrigley field - Baseballstadion der Chicago Cubs


Hafen in Chicago
Millenium Park


Tag 2: Das Frühstück im Wrigley war nicht super fancy, aber liebevoll-amerikanisch. Es gab Pancakes mit Ahornsirup zum selbermachen und Toast mit Peanutbutter & Jelly, dazu Äpfel, Bananen und Tee. Mit gepackten Sachen ging es weiter zum nächsten Hostel (jaja spontane Buchungen sind nicht so einfach...), und zwar dem Parthenon in Greek Town. Das war viel mehr Hostel mit Rezeption, vielen Räumen, Gruppenbädern und einem Frühstück mit Continental Breakfast (Toast mit Marmelade, Cornflakes und Kaffee), war aber auch ganz gut.

Der erste Stop an dem Tag war der Willis Tower (gut, der zweite - der erste war Starbucks), eines der größten Gebäude Amerikas, wo wir uns mit der lieben Jana getroffen haben, die mit ihrer hostfamily in einem Vorort bei der Verwandschaft war ♥ Der Tower hat Glaskästen im 103. Stock, wo man sich praktisch über die Dächer der Stadt in die Luft stellen kann! Dann sind wir zum besten Deep Dish Pizza Restuarant der Stadt gegangen, dem Giordano's und die typische Chicago-style Pizza war soo lecker, hmmm. Nachdem wir satt und glücklich waren, haben wir es nach viel Herumgeirre grade noch auf ein Schifflein geschafft, dass uns auf eine Architekturrundfahrt auf dem Chicago River in der Dämmerung mitgenommen hat und man glaubt es kaum, aber vom Fluss aus sehen die Gebäude noch schöner aus. Den Wind in der Haaren, ein Getränk in der Hand und die berühmten Architekten der Stadt im Ohr mussten wir Jana leider wieder bei ihrer U-Bahn Station absetzen. Es war so schön dich zu sehen! Rebekka und ich sind dann zurück zum Hostel gegangen, in dessen Straße der Bär steppte, weil grade griechisches Straßenfest war. Mit einem Sangria und Baklava haben wir die nächstliche Atmosphäre genossen.

Blick über Chicago

 
original Deep Dish Pizza

  
in der Glasbox vom Willis Tower


Tag 3: Problem. Die Schuhe drücken. Ganz ganz doll. Was machen? Shoppen gehen! Chicago bietet dafür, wie man sich denken kann, nicht wenig Möglichkeiten als drittgrößte Stadt der USA. Somit hat es zwar ein bisschen gedauert, aber ich habe Sandalen gefunden, in denen ich die nächste Zeit ohne Druckstellen verbringen konnte ;-) Auf ging es zum Navy Pier, einem ehemaligen Anleger für Schiffe (jetzt nur noch Rundfahrten), wo es ein paar Fahrgeschäfte und Läden gibt, sowieso ein Kino und ein Museum für Kinder. Eine Runde mit dem Ferris Wheel gedreht und ein Cookie Dough Häagen Dasz gegessen und dann weiter zum Osaka Garden. Zumindest so der Plan, denn dieser japanische Garten war schwieriger zu finden als gedacht. Irgendwo hinter einem Golfplatz und einem Baseballfeld konnten wir ihn dann doch ausmachen, und er war wirklich schön. Irgendwie war es dann auch schon Abend, also sind wir zurück in die downtown gefahren um etwas zu essen und dann in einen Park direkt am Strand. Dort gab es eine kostenlose Filmvorstellung, mit gratis Popcorn, dem Lake Michigan im Rücken und der atemberaubenden Skyline im Blick. Habe ich je etwas schöneres erlebt? Der Film "Rudy" war auch mehr als passend irgendwie. Ein Amerikanischer Film über einen Teenager mit einem Traum, den er nie leben könnte, wenn es nach anderen ging. Letzten Endes hat er es aber geschafft und seiner Familie und seinen Freunden damit gezeigt, dass sie unrecht hatten und man manchmal Dinge hinter sich lassen muss um größere zu erreichen.

Osaka Garden
 

Auf dem Riesenrad am Navy Pier
Skyline von Chicago bei Nacht (leider nur mit dem Handy fotografiert)
Tag 4: Heute wollten wir nur noch durch ein paar Stadtteile streundern, hatten uns nichts besonderes vorgenommen. Im Hostel lag ein Prospekt für eine self-guided Tour aus, welche und in die Altstadt und zur Golden Coast, dem Reichenviertel geführt hat. Die Altstadt war natürlich lange nicht wie eine europäische Altstadt, aber trotzdem niedlich mit alten amerikanischen Häusern, die ihre Eingänge draußen haben, welche man über Treppen vor dem Haus erreichen kann. Es gab ein paar Restaurants und Cafés, in eines haben wir uns auch gleich reingesetzt, da es den "besten Käsekuchen der Welt" versprach. Endlich einmal kein Coffee Shop! Freunde wirklich, ich liebe Starbucks, aber es gibt nichts herzerwärmenderes als mit einer heißen Tasse in einem Café zu sitzen. Und im Starbucks gibt es eben nur Pappbecher, die man wegwerfen muss. Der Käsekuchen war auch wirklich gut, ein kleines wenig salzig, wie alles amerikanische, aber ganz cremig. New York Cheesecake eben, aber es hat sich gelohnt und es war schön einen Moment zu entspannen. (Die Verkäuferin wollte mir übrigens tatsächlich doch einen Pappbecher geben, den sie aus dem Nichts gezaubert hatte, aber dagegen habe ich mich gewehrt. Das wird jetzt aber mal ignoriert, würde nur den tollen Eindruck zerstören :D). Bei TeaGeschwendner habe ich mir und unserem host in Montréal Tee gekauft, in einer französischen Bäckerei einen Macaron. Eine schöne Kirche gab es auch, dann war die Golden Coast dran und liebe Menschen - ich habe ernsthaft überlegt ob ich mich auf den Spielplatz stelle und Promo für Au Pairs mache, damit ich mir dort eine Familie suchen kann. Es ist so wundervoll, ich wäre am liebsten nicht gegangen. Ein Spaziergang am Strand, der direkt vor dem Reichenviertel liegt, rechts ragen die Wolkenkratzer der downtown, vor einem die Weite des Lake Michigan und dann ein letztes Mal ins Hotel. Abendessen gab es in einem schönen griechischen Restaurant (schließlich waren wir in Greek Town), dann sind wir platt ins Bett gefallen. 

Haus in der Alstadt

Strand an der Gold Coast neben der downown


Käsekuchen

Ein letzter Blick auf Chicago bei Sonnenuntergang 




Tag 5: Bye bye Chicago, hallo Montréal! Wegen Buchungsschwierigkeiten *räusper* musste Rebekka um 4am los zum Midway Airport und ich um 6am zum O'Hare. Toronto war für uns beide der Zwischenstop, aber auch da an verschiedenen Flughäfen. Na zum Glück haben wir uns dann in Montréal wieder gesehen ;-) Ein trauriger Abschied von der schönsten Stadt der Welt, aber mehr Vorfreude noch auf die restlich fünf Urlaubstage und eine neue Stadt!