Dienstag, 3. September 2013

... und sie träumt von Chicago


Hallo ihr Lieben!

Seit gestern bin ich aus dem Urlaub wieder da, also wird es Zeit etwas zu schreiben. Ich versuche mich kurz zu fassen, wer noch mehr wissen will, oder selbst einmal hinreisen möchte, kann mir gerne schreiben. Auch wenn wir so viel gemacht und erlebt haben, dass kurz fassen nicht einfach wird... aber ich will hier keine Romane verfassen (zumindest würde sie keiner lesen wollen...).

Rebekka und ich vor der Fontäne am Hafen
Tag 1: Zum Glück hat es geklappt, dass Angelina's hostmum mich früh morgens am Samstag mit zum Flughafen nahm. Sandra und sie sind nämlich zur selben Zeit in den Urlaub geflogen, nur nach Texas statt Illinois. Ich konnte also ganz entspannt in meinen Flieger steigen, sogar mit dem Ticket hat alles geklappt! Bei diesen E-Tickets habe ich immer meine Bedenken... Am Chicagoer Flughafen habe ich mich dann mit Rebekka getroffen, mit der metro und einem günstigen 7-Tages Ticket ging es weiter bis zum Wrigley Hostel. Dies liegt direkt neben dem bekannten Wrigley field (Baseballstadion) und ist super gemütlich. 8-er mixed room in einer umgebauten Wohnung, also zwei Bäder statt Gemeinschaftsduschen, ein chilliger Gemeinschaftsraum und eine Küche als zentraler Treffpunkt. Beim Gegend erkunden hat uns ein Mann zwei Karten für das derzeitige Baseballspiel geschenkt. Wir sind uns zwar ein bisschen veräppelt vorgekommen, kamen damit aber rein und konnten somit durch Zufall das erste Spiel unseres Lebens sehen! Nachdem wir uns eingerichtet haben, sind wir dann in die downtown gefahren um einen ersten Eindruck von Chicago zu bekommen. Und der war einfach nur wow! Wir waren an der "Bean" und am Hafen, später gab es noch eine super beeindruckende, kostenlose Tanzvorfühung im Millenium Park mit Ballettänzern, Contemporary und Flamenco Tanzgruppen aus New York, Philadelphia etc. Der Park war voll mit Amis, die sich natürlich - super vorbereitet - vorher mit Decken, Essen, Wein/Bier, Stühlen und sogar Tischen ausgestattet haben. Wir hatten nichts. Es war trotzdem wunderschön! Später im Hostel saßen wir noch mit anderen Gästen im "Wohnzimmer" und haben uns ein Bier aus der Region ausgeben lassen. Super nette Menschen dort :-)

Wrigley field - Baseballstadion der Chicago Cubs


Hafen in Chicago
Millenium Park


Tag 2: Das Frühstück im Wrigley war nicht super fancy, aber liebevoll-amerikanisch. Es gab Pancakes mit Ahornsirup zum selbermachen und Toast mit Peanutbutter & Jelly, dazu Äpfel, Bananen und Tee. Mit gepackten Sachen ging es weiter zum nächsten Hostel (jaja spontane Buchungen sind nicht so einfach...), und zwar dem Parthenon in Greek Town. Das war viel mehr Hostel mit Rezeption, vielen Räumen, Gruppenbädern und einem Frühstück mit Continental Breakfast (Toast mit Marmelade, Cornflakes und Kaffee), war aber auch ganz gut.

Der erste Stop an dem Tag war der Willis Tower (gut, der zweite - der erste war Starbucks), eines der größten Gebäude Amerikas, wo wir uns mit der lieben Jana getroffen haben, die mit ihrer hostfamily in einem Vorort bei der Verwandschaft war ♥ Der Tower hat Glaskästen im 103. Stock, wo man sich praktisch über die Dächer der Stadt in die Luft stellen kann! Dann sind wir zum besten Deep Dish Pizza Restuarant der Stadt gegangen, dem Giordano's und die typische Chicago-style Pizza war soo lecker, hmmm. Nachdem wir satt und glücklich waren, haben wir es nach viel Herumgeirre grade noch auf ein Schifflein geschafft, dass uns auf eine Architekturrundfahrt auf dem Chicago River in der Dämmerung mitgenommen hat und man glaubt es kaum, aber vom Fluss aus sehen die Gebäude noch schöner aus. Den Wind in der Haaren, ein Getränk in der Hand und die berühmten Architekten der Stadt im Ohr mussten wir Jana leider wieder bei ihrer U-Bahn Station absetzen. Es war so schön dich zu sehen! Rebekka und ich sind dann zurück zum Hostel gegangen, in dessen Straße der Bär steppte, weil grade griechisches Straßenfest war. Mit einem Sangria und Baklava haben wir die nächstliche Atmosphäre genossen.

Blick über Chicago

 
original Deep Dish Pizza

  
in der Glasbox vom Willis Tower


Tag 3: Problem. Die Schuhe drücken. Ganz ganz doll. Was machen? Shoppen gehen! Chicago bietet dafür, wie man sich denken kann, nicht wenig Möglichkeiten als drittgrößte Stadt der USA. Somit hat es zwar ein bisschen gedauert, aber ich habe Sandalen gefunden, in denen ich die nächste Zeit ohne Druckstellen verbringen konnte ;-) Auf ging es zum Navy Pier, einem ehemaligen Anleger für Schiffe (jetzt nur noch Rundfahrten), wo es ein paar Fahrgeschäfte und Läden gibt, sowieso ein Kino und ein Museum für Kinder. Eine Runde mit dem Ferris Wheel gedreht und ein Cookie Dough Häagen Dasz gegessen und dann weiter zum Osaka Garden. Zumindest so der Plan, denn dieser japanische Garten war schwieriger zu finden als gedacht. Irgendwo hinter einem Golfplatz und einem Baseballfeld konnten wir ihn dann doch ausmachen, und er war wirklich schön. Irgendwie war es dann auch schon Abend, also sind wir zurück in die downtown gefahren um etwas zu essen und dann in einen Park direkt am Strand. Dort gab es eine kostenlose Filmvorstellung, mit gratis Popcorn, dem Lake Michigan im Rücken und der atemberaubenden Skyline im Blick. Habe ich je etwas schöneres erlebt? Der Film "Rudy" war auch mehr als passend irgendwie. Ein Amerikanischer Film über einen Teenager mit einem Traum, den er nie leben könnte, wenn es nach anderen ging. Letzten Endes hat er es aber geschafft und seiner Familie und seinen Freunden damit gezeigt, dass sie unrecht hatten und man manchmal Dinge hinter sich lassen muss um größere zu erreichen.

Osaka Garden
 

Auf dem Riesenrad am Navy Pier
Skyline von Chicago bei Nacht (leider nur mit dem Handy fotografiert)
Tag 4: Heute wollten wir nur noch durch ein paar Stadtteile streundern, hatten uns nichts besonderes vorgenommen. Im Hostel lag ein Prospekt für eine self-guided Tour aus, welche und in die Altstadt und zur Golden Coast, dem Reichenviertel geführt hat. Die Altstadt war natürlich lange nicht wie eine europäische Altstadt, aber trotzdem niedlich mit alten amerikanischen Häusern, die ihre Eingänge draußen haben, welche man über Treppen vor dem Haus erreichen kann. Es gab ein paar Restaurants und Cafés, in eines haben wir uns auch gleich reingesetzt, da es den "besten Käsekuchen der Welt" versprach. Endlich einmal kein Coffee Shop! Freunde wirklich, ich liebe Starbucks, aber es gibt nichts herzerwärmenderes als mit einer heißen Tasse in einem Café zu sitzen. Und im Starbucks gibt es eben nur Pappbecher, die man wegwerfen muss. Der Käsekuchen war auch wirklich gut, ein kleines wenig salzig, wie alles amerikanische, aber ganz cremig. New York Cheesecake eben, aber es hat sich gelohnt und es war schön einen Moment zu entspannen. (Die Verkäuferin wollte mir übrigens tatsächlich doch einen Pappbecher geben, den sie aus dem Nichts gezaubert hatte, aber dagegen habe ich mich gewehrt. Das wird jetzt aber mal ignoriert, würde nur den tollen Eindruck zerstören :D). Bei TeaGeschwendner habe ich mir und unserem host in Montréal Tee gekauft, in einer französischen Bäckerei einen Macaron. Eine schöne Kirche gab es auch, dann war die Golden Coast dran und liebe Menschen - ich habe ernsthaft überlegt ob ich mich auf den Spielplatz stelle und Promo für Au Pairs mache, damit ich mir dort eine Familie suchen kann. Es ist so wundervoll, ich wäre am liebsten nicht gegangen. Ein Spaziergang am Strand, der direkt vor dem Reichenviertel liegt, rechts ragen die Wolkenkratzer der downtown, vor einem die Weite des Lake Michigan und dann ein letztes Mal ins Hotel. Abendessen gab es in einem schönen griechischen Restaurant (schließlich waren wir in Greek Town), dann sind wir platt ins Bett gefallen. 

Haus in der Alstadt

Strand an der Gold Coast neben der downown


Käsekuchen

Ein letzter Blick auf Chicago bei Sonnenuntergang 




Tag 5: Bye bye Chicago, hallo Montréal! Wegen Buchungsschwierigkeiten *räusper* musste Rebekka um 4am los zum Midway Airport und ich um 6am zum O'Hare. Toronto war für uns beide der Zwischenstop, aber auch da an verschiedenen Flughäfen. Na zum Glück haben wir uns dann in Montréal wieder gesehen ;-) Ein trauriger Abschied von der schönsten Stadt der Welt, aber mehr Vorfreude noch auf die restlich fünf Urlaubstage und eine neue Stadt!

3 Kommentare:

  1. Sieht alles suuuuuper aus, aber ich hab schon beim Höhenangst bekommen als ich mir dein Bild aus der Glasbox nur angeguckt habe =D

    AntwortenLöschen
  2. Den tollen Urlaub hast du dir verdient, es sieht wunderschön aus :)

    AntwortenLöschen
  3. Ich habe schon bei einer Stufe Höhenangst liebe Mona, weiß auch nicht, wie ich das überlebt habe! :D
    Danke:)

    AntwortenLöschen